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cuitatigite Enerkennung der nur von Gott zu erlangenden Befrietigung anschließen mus, uno ca dies die eigentliche Stimmung des Gebets ür: so ist es flar, wie die Schrift:

erstellung pem Gebete, als einem durch Berheibung der Erherung ermuthigten Glaubensatte, ihre vollige Gúltigkeit bihålt.

Lie Lehre des Tiaturalismus von den Stiftungen Christi beruht auf dem Vertonnen der verklirten Liiblid)feit Christi, meldje von ihm aus seiner Gemeine soll mitgetheilt werden, Po baß an eine gläubige Vollbringung der sakramentlichen Sandlung, allerdings unter Mitwirkung aller von der Stifs tung selbst hervorgerufenen psychischen Bewegungen, jene eigenthümliche Lebensmittheilung geknüpft ist, deren die Kir: dhe, auf ihrem ermattenden Gange durch das leben, bedarf. Da das Abendmahl des Herrn, nach den Stiftungsworten, und nach den Erflårungen der Apostel (vgl. besonders 1 Kor. 10, 16; Joh. 6) diesen Karakter hat: so ist es rechtmäßig, auch die Taufe, welche offenbar auf eine gleiche Linie der Bedeutsamkeit mit dem Abendmahle von dem Herrn erhoben worden ist, unter diesem Gesichtspunkte anzusehen. Eine wesentliche Einpflanzung in die Kirche des Herrn, unter der Bedingung des Glaubens von Seiten der Taufenden und des Täuflings, d. h. die Bewirkung einer realen inncs ren Verbindung der bisherigen Glieder mit dem neuen, muß eben so bestimmt als die Wirkung des Herrn durch die Taufe betrachtet werden, als die Nährung mit seinem verklårten leibe als die des Abendmahls. Und diese Einpflanzung ist an sich noch gar nicht als die wirkliche Vollbringung der Wiedergeburt anzusehen: ein Jrrthum, der ålteren Vorstellungen von der Taufe, zur Hervorrufung des anderen Ertrems, nåmlid, der naturalistischen Verflachung, beigemischt war.

Was die Ansicht des Naturalismus von dem gottesdienstlich-kirchlichen Leben betrifft: so ist er unschuldig daran, wenn dasselbe nicht vollständig theils zu einer Staatsanstalt ausgeartet, theils in åsthetisdie Kinstelei übergegangen, also die christliche Kirche in ihrer kräftigsten Lebensfunfzion todtähnlich gelähmt worden ist. Denn ein Gottesdienst blos zu moralischer Belehrung treibt die schon Belehrten oder selbst zum Belehren Fåhigen heraus. Eine Gemeinschaft aber, die, in Ermangelung vollendeter Kunstformen, ein klein wenig Aesthetik den Gebildeten und Ungebildeten gleichmäßig zutheilen will, wird diesen unverständlich und jenen auzudürftig vorkommen müssen, als daß beide nur eine Stunde lang noch einsehen sollten, warum sie, unnatürlich zusammenges bracht, im Namen Gottes zu einem ihn so gar nicht verherrlichenden Werke zusammen bleiben sollten. Und dody giebt der Naturalismus keine andere Ansicht vom gesaminten kirchlichen Leben, das er entweder klåglich verkomment läßt, oder, wie einen Geistesfranken, den Hospitälern des

Staats überliefert. So schließt er sich von dieser Seite, durch die anderen, dazwischen liegenden Formen des Irrthums nicht zurückgehalten, mit unedler Wahlverwandschaft, an den Cåsareopapismus an, und erniedrigt die Kirche in allen ihren Funkzionen unter die Gewalt der Obrigkeit.

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Mythologismus ist diejenige Form des Indiffe. rentismus, in welcher das Mythische der nichtdıristlichen Religionen dem Göttlichen des Christenthums gleich: gestellt wird.

Schon der ungewohnte Ausdruck könnte Zweifel erregen, ob es eine zweite Form des Indifferentismus gebe, welche unter diesem Begriffe zusammengefaßt werden könne. Aber die nähere Bestimmung dieses Begriffs wird, so hoffen wir, sowohl die Sache klar machen, als den Ausdruck rechtfertigen. Mythologismus ist nicht Mythologie, denn diese ist die Wissenschaft von den Mythen der nichtchristlichen Religionen, welche den mit der dyristlichen Theologie sich nahe berührenden Zweck hat, das Hinstreben aller vor- und nicht: christlichen Religionen zu dem Christenthum auf religionshistorischem Wege zu zeigen. Mythologismus ist nicht etwa die in neuester Zeit hervortretende mythische Ansicht von der evangelischen Geschichte: eine in solchem Maaße außerhalb des Christenthums stehende Denkweise, daß sie gar nicht für sich in der Polemik vorkominen kann, sondern vielmehr als

eine dem Wesen des Christenthums feindlich gegenüberste: hende schon in der Apologetit, durch den Erweis der Wahrheit und Gottlichkeit des Christenthums, mit allen anderen Angriffen auf das Christenthum gesdılagen wird. Mythologismus ist vielmehr die Denkweise, in welcher man sich in der Art indifferent gegen das Wesen des Christenthums zeigt, daß man die Mythen, die durch dichterisdreligiose Sage gebildeten Erzählungen der nichtchristlichen Religionen, für gleichberechtigt mit den Thatsachen und Lehren des Christenthums ansieht, indem man es dahingestellt sein läßt, ob diese wahr oder falsch seien. Die Gleichgültigkeit gegen die Wahrheit des Thatsächlichen im Christenthum ist das allgemein Indifferentistische im Mythologismus, was er mit dem Natu: ralismus theilt; die Hervorhebung des Interessanten der Mythen aus religiosåsthetischem Bedürfnisse, ist das Eigen: thůmliche desselben, wodurch er sich von dem Naturalismus unterscheidet. Dieser glaubt, in abergläubischer Unbestimmtheit, an ein Unendliches und Göttliches der Natur, weil er das Natürlichsinnliche, mit Verkennung der Sünde, die in dasselbe eingedrungen ist, hervorhebt. Der Mythologismus glaubt, in vergotternder Hingerissenheit durch die schöne Form, an das Schöne als an die Religion selbst, und diese indifferentistische Gleichmachung der Religion und der Kunst ist sein innerstes Wesen. Die Weise der wahrhaft Religiós fen, welche die wahre Religion in ihrer göttlichen Selbstständigkeit als die göttlichfreie und milde Geseggeberin in dem Reide des Schönen ansehen, verlassend, lösen sich die Mythologisten von der wahren Religion die schöne Form gerade insofern ab, als sie mit allem Menschlichschönen Eins ist, und als sie nicht Eins ist mit dem Inhalte der Religion, und sagen nun: diese Schönheit, die Kunst, die den Ausdruck des Göttlichen gebende Form, ist die Religion. Und auch wenn sie es nicht ausdrücklich sagen, wenn sie nur durch tiefgewurzelten Indifferentismus ihr religiöses Bedürfniß vorzugsweise in Poesie und Kunst befriedigen wollen, auch ohne von den alten Mythen viel zu wissen, sind sie schon mythologistische Judifferentisten, und tragen ingeheim unendlidviel bei, die Kraft und das Leben der christlichen Kirche zu schwådıen und zu verfluchtigen.

Das Wahre, woran diese Form des Irrthums rich festa hålt, ist das Gefühl, daß die erscheinende Religion die höchste Schönheit sei, der Gedanke, daß alles wahrhaft Schöne seinen Ausgangspunkt auis Gott und seinem Geiste habe, und daß eine gewisse Anschauung des Schönen selbst die Bes trachtung göttlicher Dinge in sich schließe. Der Irrthum des Mythologismus besteht darin, daß die Anschauung des Schönen und die Ergreifung des göttlidien Lebens, für einera lei gehalten wird, da jene, an sich ein entwickeltes natürlich Geistiges, nur dann dem religiosen Leben förderlich sein kann, wenn sie in ein von der Wahrheit Gottes in Christus ers neuertes, geheiligtes Herz aufgenommen wird, und da das göttliche Leben (die śwon, die ewig beim Vater war) gar nicht vorzugsweise sich in der Form der sichtbaren Schönheit offenbaren kann, sondern in der Form der 'sidy im Herzen und Gewissen ankündigenden göttlichen Wahrhaftigkeit und Heiligkeit, und nur so ihrem Höhepunkte entgegengeht, daß das Menschlichschöne der Person Christi in dem Leiden und

Tode des Mittlers für das sinnliche Auge völlig vernichtet wird *). Der Grund dieses Irrthums ist Welt- und Selbstvergötterung, da in jeder falschen Verehrung des Schönen auch immer das eigne Schöne, wenn auch nur die schöne Empfänglichkeit für das Schöne, die der Eigenliebe schmeis chelnde eigne Verwandschaft mit dem Scydnen, mit vergóts tert wird; geistige Genußsucht und Wollust, welche das Schöne als herrschendes Prinzip alles Lebens haben und ges nießen will, und selbst nicht vor der Hingebung des heiligsten Innern an das Schöne fich scheut, vornehmes Sichbes

*) Daher den Mythologisten auch in dieser ästhetischen Bezie:

hung das Kreu; Christi Gegenstand des Vergernisses ift.

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