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14 D.I. Er liebte feine Freunde s s verzeiht i den berabrollenden Thránen: Ach!ich 3:fühle es, hier bin ich kein Schauspieler id mehr - ser liebte feine Freunde mit Din einer solchen Inbrunft des berzens, so wow rein von allem Eigennuge, so fern von - y aller Runft, mit einer so großmüthigen ori Freyheit, mit einem fo ftandhaften Ei. ei fer

, daß es mit Worrten nicht auszus Efen

, dricken ist. Unsee Thránen mogen das lbk von sprechen! Die schöne Abbrechung in dies inet fen Worten fiel ungemein glücklich aus. Herr Tichy Quin übertraf sich selbst, und er schien niemals 100 ein größerer Schauspieler, als in dem Augenfeir blicke

, da er von fich gestand, daß er keiner sey. Die Pause, der tiefe Seufzer, den er damit vers

band, die Einlenkung, und alles das übrige war thing

fo voller Rührung, daß es unmöglich ein bloßes Werk der Kunst Tenn konnte; die Natur mußte daben das beste thun.

Auch der Epilogus, welcher von den Herrn Weffington mit außerordentlicher Laune ges balten warb, gefiel ungemein. Diese Umstånde nun, nebst der Ueberlegung, daß der Verfasser nunmehr dahin fen, verschaften diesem Trauer's

spiele eine neúnmalige Vorstellung, die es an und y por sich selbst schwerlich würde gefundet haben.

Denn, wie gesagt, es ist bey weitem nicht, irgend einem von den Thomsonschen Werken, an Hüte gleich. Er hatte als ein dramatischer

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Dichter den Fehler, daß er niemals wußte, wenn er aufhören müsse; er låßt jeden Charakter reden, so lange noch etwas zu sagen ist; die Handlung steht also, während dieser gedehnten Unterrebungen, ftill, und die Geschichte wird matt. Nur sein Tancred und Sigismunde muß von diesem allgemeinen Tadel ausge= 24 nommen werden; dafür aber sind auch die Chas ke raktere darinne nicht genug unterschieden, welche fich fast durchgängig auf einerler Art ausdrů- te den. Kurz, Thomson war ein gebohrner mahlerischer Dichter, welcher die Bühne nur aus einem Bewegungsgrunde bestieg, der allzu : 6 bekannt ist, und dem man allzuschwerlich widersteht. Er ist in der That der Weltstgebohrne des Spenceres, und er hat es felbst oft bekannt, et daß er das beste, was er gemacht habe, der Be geisterung verdanken müsse, in die er schon in feinen jüngsten Jahren durch die Lesung dieses alten Dichters fen gefekt worden.

Im August 1748 verlohr die Welt diese Zier. be der poetischen Sphåre durch ein heftiges Fies ber, welches ihn iin 48ten Jahre seines Alters dahin riß. Vor seinem Tode ward ihm von dem Herrn George Lyttelton die einträge liche Stelle eines Controlleurs von Umes rica verschaft, deren wirklichen Genuß er aber kaum erlebte. Herr Thomson ward von ale len, die ihn kannten sehr geliebt. Er war von einer offnen und edelen Gemüthsart; þing aber

dann

Dann und wann den gesellschaftlichen Ergókuna tegen allzu sehr nach; ein Fehler, von welchem selo Telten ein Mann von Genie frey zu seyn pfleget.

Sein dußerliches Ansehen war nicht sehr einneha Ti mend, es ward aber immer angenehmer und 2012: angenehmer, je långer man mit ihm umging.

Er hatte ein dankbares Herz, welches für die

geringste erhaltene Gefälligkeit erkenntlich zu de feyn bereit war; er vergaß, der langen Abwei pri Senheit, der neuen Bekanntschaft und des Zua na wachses eigner Verdiensie ungeachtet, seine ale

ten Wohlthåter niemals, welches er ben verLa fhiebnen Gelegenheiten gezeigt þat. Es ist eie

ne richtige Anmerkung, daß ein Herz, dem die Dankbarkeit mangelt, überhaupt der allergröße

ten Niederträchtigkeit fähig ist; wie ihm Sea B gentheils, wenn diese großmüthige Tugend in

der Seele vorwirkt, gewiß nicht die andern liee benswürdigen Eigenschaften fehlen werden, wel.

dhe eine gute Gemüthsart ausmachen. Und so Ria war das Herz unsers vortrefflichen Dichters bea

fchaffen, dessen leben eben so untadelhaft als plehrreich seine Muse war: Denn von allen englia point fchen Dichtern ist er derjenige, welcher sich von

allem, was unanständig war, am meisten ents me fernte, welches Zeugniß ihm unter andern auch sh Berr Lyttleton in dem angeführten Prologo

etheilt hat.

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116 Leben des Herrn Jacob Thomson. His chaste Mufe employ'd her heav'r

taught lyre
None but the noblest passions to inspire,
Nor one immoral, one corrupted thoughy
One line, which, dying, he could wish to

blot. d. i. Seine keusche Muse brauchte ihre himmlische Leyer zu nichts, als zu séints flossung der edelsten Gesinnungen. Rein einziger unsittlicher, verderbter Gedanke, keine einzige Linie, die er sterbend ausstreichen zu können, båtte wünfchen dürfen.

Zum Schlusse muß ich noch erinnern, daß fein Bildniß, welches man vor diesem Stücke findet, nach demjenigen getreulich gestochen ist, welches vor seinen sämtlichen Werken ftehet, deren wir hoffentlich noch einmal gedenken werden

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ie Schriften der Spanier sind diejenigen,

welche unter allen auslånbischen Schrif.

ten am wenigsten unter uns bekannt werden. Kaum daß man einige ihrer jektleben-. den Gelehrten in Deutschland dem Namen nach kennt, deren nähere Bekanntschaft uns einen ganz andern Begrif von der Spanischen Litte ratur machen würde, als man gemeiniglich da. von zu haben pflegt. Ich schmeichle mir, daß schon die gegenwärtige Nachricht ihn um ein großes erhöhen wird, und daß meine leser er: freut seyn werden, den größten tragischen Dicha ter kennen zu lernen, den jezt Spanien aufweis fen und ihn seinen Nachbarn entgegen stellen fann Es ist dieses Don Augustino de Montiano y Luyando, von dessen Lebensa umstånden ich, ohne weitre Vorrede, einige Nachricht ertheilen will, ehe ich von einem dep vorzüglichsten seiner Werke einen umståndlichen Auszug vorlege.

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