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ordentlichem Professor der Theologie an der Universitåt zu Bonn,

Mitgliede der historisch-theologischen G:sellschaft zu leipzig.

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| Hamburg,
bei Friedrich Perthes.

1 8 3 8.

yoin

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Konsistorialrath und Professor

Dr. Lü de

in Göttingen.

Niim, mein theurer Freund, dieses Buch als Dir besonders dargebracht mit Liebe und Nachricht auf. Gerade Dir weihe ich es mit Freude und Vertrauen, weil Du zu den Wenigen gehörst, bon denen ich weiß, daß sie der Idee einer solchen Arbeit geneigt sind, und weil unser Austausch über diese und verwandte Gegenstände in die erste Zeit unseres gemeinschaftlichen akademischen Wirkens hier in unsrem Bonn fällt, eine Zeit, die außerdem für mich so reich war an Proben Deiner Liebe und Freundschaft. Nun schon zehn Jahre von einander getrennt hat sich wohl Vieles in uns verschieden gestaltet, und wie ich von Dir weder fordere noch erwarte, daß Du auch nur allem Wichtigeren in dieser Gabe beistimmen werdeft: To

bin auch ich nicht im Stande, manche Deiner Meinungen und Ansichten zu theilen. Allein dies ist für sich und ist das Geringere. Nie werde ich aufhören, mich an Deiner Liebe zum göttlichen Worte zu freuen und von Dir zu lernen, den Geist und Ernst der Wissenschaft auf die Erforschung desselben anzuwenden. Und so lebe wohl, und laß und trachten, jeder auf seine Weise, treu erfunden zu werden im Dienste des Herrn, der die Wahrheit selbst ist. - Bonn, 8. December 1837. 15:

2

1.

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1. Bald nach Vollendung meiner im Jahre 1829 erschienenen Apologetik entwarf ich den Plan zur Ubfaffung einer Polemik, weil mir eine solche als nothwendige Ergånzung jener erschien, wie ich denn schon im Jahre 1819 in einem kurzen Entwurfe der Apologetik auch die allgemeinsten Grundlinien der Polemik gezeichnet hatte. Nach dem Begriffe von philosophischkritischer Theologie, den ich festhalte, und worin ich in der Hauptsache Schleiermacher’n folge, halte ich die Polemik für einen wesentlichen Bestandtheil derselben, und für nothwendig in dem wissenschaftlichen Organismus des gesammten theologischen Studiums. Mein Entschluß wurde durch die Wahrnehmung bestårkt, einerseits wie die praktische Polemik in unsern Tagen

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