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Das Recht der Übersetzung in fremde Sprachen wird vorbehalten. Vorwort zur vierten Auflage.

Als im April des J. 1878 der Verleger bei mir anfragte ob ich dem Wunsche des kurz vorher (am 8 März) verstorbenen Verfassers entsprechend die Sorge für diese Geschichte der römischen Literatur künftig zu übernehmen geneigt sei, glaubte ich mich dieser Mühwaltung für das anerkannt treffliche Buch meines verewigten Collegen nicht entziehen zu sollen. Freilich stellte sich bald heraus dasz eine viel umfassendere Bearbeitung nötig sei als ich zunächst vermutet hatte. Während jedesmal nur eine kurze Zwischenzeit die früheren Auflagen trennte, liegen 6-7 Jahre (die dritte Auflage war um die Hälfte stärker als die zwei ersten zwischen dieser vierten und der vorigen. Da nun auf dem Gebiet der römischen Literaturgeschichte gerade in den letzten Jahren eine besonders lebhafte Tätigkeit sich entfaltete, so war, ganz abgesehen von den zahlreichen Ergänzungen welche die Durcharbeitung des Gesammtgebietes seitens des Herausgebers im Gefolge haben muszte, eine tiefer greifende Umgestaltung unvermeidlich, sollte das Buch den gegenwärtigen Stand unseres Wissens darstellen. Zugleich aber durfte dasselbe nicht erheblich umfangreicher werden um nicht seine Handlichkeit und damit seine Brauchbarkeit für weitere Kreise einzubüszen. Es konnte demnach nicht durch Zusätze zum unveränderten Wortlaut der letzten Auflage, sondern, wo Änderungen nötig oder rätlich erschienen, nur durch Umarbeitung geholfen werden.

Es lag in der Natur der Sache dasz die Anderungen zunächst weniger auf den Text der Paragraphen als auf dessen Ausführungen in den Anmerkungen sich zu beziehen und überhaupt, so viel es anging, sich an das in der dritten Auflage Gegebene anzuschlieszen hatten. Der Rahmen des Werkes (ParagraphenEinteilung und -Zahlen u. dgl.) ist so gut wie unverändert geblieben. * Auf äuszerliche Scheidung der Änderungen und Zu

Nur in den Nummern der Anmerkungen waren öfters Veränderungen nicht zu vermeiden. In den auf solche Nummern rückweisenden Citaten sind die richtigen Zahlen eingesetzt, in den vorweisenden war diesz mehrfach nicht möglich, doch kann diese gelegentliche Unrichtigkeit kaum Irrungen veranlassen, da die Paragraphenzahl stimmt: in der Regel sind in solchen Fällen die neuen Nummern um eine (oder einige) niedriger als die alten.

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sätze muszte bei deren Umfang und Beschaffenheit mit Rücksicht auf die Gedrängtheit des Buches und zur Vermeidung unleidlicher Buntscheckigkeit in dessen Äuszerem verzichtet werden. Daher musz wem daran liegt im einzelnen Falle die Ansichten Teuffels sicher zu kennen dessen Auflage letzter Hand (die dritte) zu Rate ziehen: für alle Abweichungen von dieser hat der Bearbeiter die Verantwortung zu tragen.

Alle die Misslichkeiten welche jede neue Herausgabe eines fremden Werkes mit sich führt habe ich zwar reichlich empfunden: doch erlaubt gerade ein Buch von solch musterhafter Objectivität der Darstellung wie sie dem Teuffel'schen eigen ist, welches der leeren Phrase, der widerlichen Beigabe vieler literargeschichtlicher Schriften keinen Spielraum gestattet, eher als manches andere eine Um- und Weiterbildung durch fremde Hand

Bei einer Arbeit welche sich über ein so groszes Gebiet und auf unzählige Einzelfragen und Einzelheiten erstreckt vermag auch angestrengte Aufmerksamkeit nicht vor Irrtümern, Ungenauigkeiten und Ungleichheiten zu schützen: für den Nachweis solcher werde ich behufs künftiger Berichtigung stets dankbar sein, desgleichen für Zusendung von einschlägigen Gelegenheitsschriften und Sonderabzügen aus wenig verbreiteten Zeitschriften.

Neben den allgemein zugänglichen Hilfsmitteln stand mir zunächst zu Gebot des Verfassers Handexemplar der dritten Auflage, welches zahlreiche, noch unverarbeitete Literaturnachweise enthält, die etwa bis ins Frühjahr 1877 reichen: von da ab werden dieselben in Folge der letzten schweren Erkrankung des Vf.'s immer seltener, hören aber erst kurz vor seinem Tode ganz auf.' Auszerdem unterstützten den Bearbeiter durch reichliche und wertvolle Beiträge M. Hertz in Breslau, der längst bewährte Gönner dieses Buches, dann F. H. REUSCH in Bonn (zur patristischen Literatur), endlich besonders A. v. GUTSCHMID hier, welcher die Freundlichkeit hatte eine Druckrevision der die Geschichtschreiber der Kaiserzeit betreffenden Paragraphen zu lesen. Andere Collegen und Freunde steuerten gelegentlich einzelne Verbesserungen bei. Allen diesen Förderern meiner Arbeit sage ich auch hier herzlichen Dank.

Da sich der Druck über eine längere Zeit erstreckte, so sind schon jetzt zahlreiche Nachträge erwachsen. Sie folgen (zugleich mit einigen Berichtigungen) am Ende des Buches.

Tübingen im August 1882.

L. Schwabe.

Aus den Vorreden des Verfassers zur ersten bis dritten Auflage.

1. (XVI u. 1052 SS.) Durch Zweierlei hauptsächlich unterscheidet sich die vorliegende Bearbeitung der römischen Literaturgeschichte schon äuszerlich von ihren Vorgängern: dem Umfange nach durch ihre gleichmäszige Berücksichtigung der christlichen Literatur, der Art nach durch ihre chronologische Anlage. Das Eine wie das Andere ist der Ausflusz davon dasz vor Allem mein Bestreben war eine wirkliche Geschichte der römischen Literatur zu geben, eine Darstellung ihrer Erscheinungsweisen während der Jahrhunderte ihres Daseins.

Von diesem leitenden Gesichtspunkt aus muszte es als ganz unmöglich erscheinen die christliche Literatur auszuschlieszen oder auch nur zu verkürzen; denn vom Ende des zweiten Jahrh. n. Chr. an ist sie nun einmal ein Bestandteil der römischen Literatur, und zwar einer von immer zunehmender Wichtigkeit. Sie trotzdem hintanzusetzen wäre nur dann zulässig wenn man sich überhaupt, mit Weglassung aller technischen Fächer, auf die sog

schöne Literatur beschränken wollte. Behandelt man aber die Literatur der Jurisprudenz, Naturwissenschaften u. s. f., so darf man auch gegen die der Theologie sich nicht verschlieszen. Abhalten könnte davon nur etwa ihr groszer Umfang. Aber es versteht sich dasz sie Gegenstand der Literaturgeschichte nur in der Ausdehnung werden kann in der es auch die übrigen technischen Fächer sind; und was die Art ihrer Behandlung betrifft, so war mein Bemühen sie mit historischem Sinne anzufassen, also ohne Einmischung in die dogmatischen Zänkereien, aber auch ohne Geringschätzung.

Das andere Unterscheidungsmerkmal ist die Anlage nach der Zeitordnung. Sie ist eine so unmittelbare Folge des historischen Grundcharakters und hat sich mir in mehr als zwanzigjährigem akademischem Vortrage so vollständig bewährt dasz ich hoffe es werde auch in Zukunft dabei sein Bewenden haben.

Eine weitere Folge der historischen Haltung welche meine Arbeit erstrebt war dasz für mich der zufällige Umstand ob von den Schriften eines Mannes viel oder wenig oder vielleicht auch gar nichts auf uns gekommen ist nur von untergeordneter Bedeutung war. Ich habe die einzelnen Gestalten der Literatur nach ihrem innern Werte, an sich und für ihre Zeit, zu würdigen gesucht und konnte mich dadurch dasz vielfach der Zufall gerade gegen die gehaltvollsten und selbständigsten sich miss

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