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2. Gartenquelle.

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93,986 Raumtheile Luft,

764,625 Kohlens.

aus: 31,196 Sauerst. u.

945,266 Stickstoff. bestehend in 1000 Theil. 204,179 Stickstoff. 55,545 Kohlensäure - 733,770 Kohlens. 3. Garten augen quelle. Ä Sauerstoff und Ä aus: 61,278 Sauerst. u. 925,122 Stickstoff. - - 204,952 Stickstoff. 54,456 bis 58,713 Kohlensäure 749,878 Kohlens. 4. Steinbad quelle. Ä 77 Gio Sauerstoff und Ä Ä aus: 66,934 Sauerst. u. 928,010 „ 935,125 Stickstoff. - 183,188 Stickstoff. 57,811 Kohlensäure - 774,436 Kohlens. 5. Schlangenbadquelle. 73,672 Sauerstoff und Ä Ä aus: 45,113 Sauerst. u. 868,517 Stickstoff. - 180,451 Stickstoff. 57,569 Kohlensäure 6. Neuba dquelle. 6,666 Sauerstoff und Ist nicht bestimmt worden. 935,765 Stickstoff. b. Geh a lt an fixen Bestand the i le n.

In 10 Civilpfund, in Wiener Apotheker Granen.

1. 2. 3. 4. 5. 6.
Bestandtheile. Stadtbad- Gartentrink-Gartenaugen- Steinbad- Schlangen- Neubad-
Quelle. Quelle. Quelle. Quelle. bad-Quelle. Quelle.
Kalisulfat . - - - - 0,97640 0,70173 0,77390 2,06451 1,44723 1,64761
Natronsulfat . . . . . . 2,89139 4,14053 4,62883 1,98236 2,57660 1,92017
Natronkarbonat . - - - 26,34646 21,69152 23,40747 22,61053 23,87196 23,67772
Natronphosfat . . . . . 0,13964 0,20192 0,14357 0,12975 0,13359 0,10821
Fluorsiliciumnatrium 3,51404 0,53743 2,19042 1,22535 1,17392 1,37199
Chlornatrium . . . 4,33247 4,37239 5,22614 3,25530 2,82305 3,01116
Strontiankarbonat . 0,26718 0,33858 0,32169 0,21804 0,21267 0,20960
Kalkkarbonat 3,30442 6,60527 3,88410 1,72900 2,86067 1,83418
Magnesiakarbonat . 0,87986 1,15318 1,28370 2,61192 3,11096 3,11327
Manganoxydulkarbonat 0,21421 0,22495 0,42457 0,06296 0,04376 0,06296
Eisenoxydulkarbonat . . . . . 0,18736 0,16277 0,29712 0,34473 0,23570 0,32246
Basisch phosphorsaure Thonerde | 0,19425 0,09290 0,21114 0,13589 0,18426 0,15355
Kieselerde - - - - - - - 4,42930 8,42617 3,64302 7,51407 7,33978 7,49641
Quellsäure . . . . . . . . 0,33835 0,59655 0,45835 0,06756 0,09214 0,08083
Verlust 0,53013 0,46246 0,10824 1,43800 0,05912 0,17118
Summe 48,54546 Gr. 49,70835 Gr. 47,00226 Gr. 45,38997 Gr. 46,16541 Gr. 45,18130 Gr.

III. Uiber die Entstehung der Teplitzer Quellen.

Die Teplitzer Therme ist unstreitig vulkanischen Ursprungs, und ihre eigentliche Geburtsstätte liegt, so wie der Herd aller Vulkane, im Urgebirge und zwar, obgleich sie aus dem Syenitporphyr hervorqnillt, noch tiefer im Gneisse oder Granite. Das Vorkommen der genannten Urgebirgsformationen, die Nähe des Basaltes und der häufigen Erdbrände, die stete Gleichheit der Wassermenge, die constant hohe, von den Einflüssen der Atmosphäre unabhängige Temperatur, und das innige Mischungsverhältniss aller Bestandtheile sprechen genügend für den plutonischen Charakter unserer Quellen. Ein unverkennbares Wechselverhältniss derselben mit vulkanischen Prozessen im Inneren der Erde gab sich ferner durch ihre merkwürdige Veränderung kund, welche sie zur Zeit des Erdbebens von Lissabon am 1. November 1 755 erlitten, und zwar gleichzeitig mit mehreren Quellen Süddeutschlands, der Schweiz, Frankreichs und Italiens. Um jedoch die Hitze und den Mineralgehalt unserer Thermen zu erklären, müssen wir auf die Bildungstheorie der Mineralquellen im Allgemeinen hinblicken. Man war seit Jahrhunderten bemüht, das geheimnissvolle Problem von der Entstehung der Thermen zu lösen. Naturforscher, Aerzte und Philosophen haben die verschiedenartigsten Hypothesen, oft mit grossem Scharfsinn, oft aber auch, im excentrischen Fluge ihrer Fantasie, mit dunklem Misticismus durchgeführt. Die älteren Naturforscher haben die Hitze der Thermen fast einstimmig dem unterirdischen Feuer zugeschrieben. Später hat Parrot auf die irrige Ansicht, als enthielten sie sämmtlich Schwefelwasserstoffgas, die Vermuthung gegründet, dass das Wasser der Quellen vorher über Schwefelkiese fliesse, und durch die Einwirkung auf dieselben das Schwefelwasserstoffgas und seine hohe Temperatur erhalte. Klaproth bemühte sich, die erhöhte Wärme durch ein mittelst Schwefelkies in Brand gerathenes Steinkohlenflötz zu erklären, und betrachtet Schwefelkies, Steinkohle, Kalkstein und Salzsoole als die rohen Materialien, deren sich die Natur zur Bildung der Thermen bedient.

Allein das Unhaltbare dieser Annahme haben B erzelius und v. B u c h theils von geognostischer, theils von chemischer Seite genügend dargethan.

Berzelius setzt eine wahrscheinlichere Hypothese an die Stelle der früheren, indem er sagt: Wir wissen, dass bei vielen Vulkanen, die noch in Thätigkeit sind, heisse Quellen hervorbrechen. Aus ihrer Wärme können wir schliessen, dass ihre Kanäle in der Nähe des vulkanischen Herdes vorbeigehen, wo zugleich vom Wasser eine Menge Stoffe gelöst werden, die den gewöhnlichen Quellen fremd sind. Nun macht er die Anwendung auf die ausgebrannten Vulkane, in denen die Krater durch Lava verstopft, mit Asche, Sand und Schlacke angefüllt und die glühenden Herde nach und nach abgekühlt werden. Bei dieser Abkühlung jedoch findet, nach seiner Ansicht, nicht der geringste Wärmeverlust durch Ausstrahlung statt, indem die Wärme nur durch die umgebende Gebirgsmasse entweichen kann, und diese zu den schlechtesten Wärmeleitern gehört, so dass Jahrtausende erforderlich seyn würden, bis diese Stellen zur mittleren Temperatur der Erde herabkommen. Aber die in der Nähe der Vulkane vorhandenen Quellen fahren auch nach dem Erlöschen derselben fort, so lange nur aus der Atmosphäre dort anhaltend Wasser abgesetzt wird, durch die vorigen Kanäle zu fliessen, und müssen so wie vorher warm und salzhaltig an der Oberfläche hervortreten. G. Bischoff hat durch Versuche mit künstlich erhitztem Basalt die Möglichkeit dieser Entstehungsweise der Thermen darzustellen gesucht. Aber auch diese sinnreiche Ansicht fand an dem Geognosten L. v. B u c h einen eifrigen Widerleger, indem er die so geringe Wärmeleitungsfähigkeit der Erde bestreitet und zugleich behauptet, man müsste bei einem immerfort währenden Ausströmen der Wärme wenigstens ein allmäliges Erkalten der Thermen wahrnehmen, was man jedoch nirgends beobachtet. Er erklärt sich daher vielmehr für die Annahme einer ungeschwächten Fortdauer eines vulkanischen Prozesses in der Tiefe unter den heissen Quellen, so dass die Entstehung dieser, so wie jene der Vulkane und des Erdbebens, aus gleicher Ursache herzuleiten sei. Dass im Inneren unserer Erde ein nie erlöschender Feuerherd bestehe, durch welchen die heissen Quellen ihre Wärme erhalten, dafür erklärten sich schon Carte sius, Halley, Leibnitz, Mair an und Buffon. Allein dem Forschungsgeiste neuerer Zeit blieb es vorbehalten, das Geheimniss näher zu belauschen. Alle Erfahrungen, die man 1779 im Keller der Pariser Sternwarte zu machen Gelegenheit hatte, weisen deutlich nach, dass das Innere unseres Planeten seine eigene weder von geographischer Lage noch von atmosphärischen Einflüssen abhängige Wärme besitzt. Dafür sprechen auch die Untersuchungen in Frankreich von d' Aubuisson, Hue 1g oet und Co r die r; in der Schweiz die von de Saussure; in Deutschland die von Alex. v. Humboldt, Freies leben, d'Aubuisson, Trebra und Her der ; in England die von Lean, Rede, Forbes, W. Fox, Moyle, Bald, Dunn und Fenwick; in Schweden die von Wall man n; in Italien die von Fanten et ti, und endlich jene von A. v. Humboldt in Mexiko und Peru. Sämmtliche Temperaturbeobachtungen, welche diese Naturforscher in Bergwerken, Steinkohlengruben und

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