Immagini della pagina
PDF

Es hat bloss 1 Spezialb ad parterre von derselben Einrichtung, wie die Fürstenbäder, und in den beiden Etagen Wohnungen für Badegäste.

Das Bad bezieht das heisse Wasser aus der städtischen Hauptquelle, und das Kühlwasser aus einem kleinen, im Hofe sich befindlichen Abkühlungsrecervoir.

4. Das Herren h aus.

Dieses Gebäude erhebt sich, einem Pallaste ähnlich, am Badeplatze vor dem Spitel- oder Frauenbrunngarten, und hat dadurch, dass weiland S. M. der König von Preussen, Friedrich Wilhelm III., es stets bewohnte, einen historischen Werth. Beide Etagen enthalten höchst geräumige und elegante Wohnungen für Badegäste. Aus dem Corridor der ersten Etage führt eine kleine Brücke zu einer niedlichen Rosenlaube, dem Lieblingsaufenthalte des verewigten Königs. Das Parterre hat 8 Spezialbäder, von denen sich Nr. 1, 2 und 3 durch die Grösse der Logen vor allen übrigen der Stadt auszeichnen. Die theils in glazurte Thon-, theils in weisse Porzellanplatten gekleideten Becken von verschiedener Form und Grösse sind, gleich den Fürstenbädern, mit doppelten Zuleitungsröhren versehen. Das Bad Nro. 4 hat eine Douche mittelst Druckwerk, wie das Stadtbad, und zugleich die Vorrichtung einer Douche ascendante. Sämmtliche Bäder erhalten das heisse Wasser aus der S an dba d- und Frauenzimm erbad que 1 I e, und das Kühlwasser aus der nahen Garten quelle.

5. Das Israeliten ba d.

Dieses liegt dicht neben dem Stadtbad, in der Badegasse, und hat im Souterrain 1 Com unbad und 2 nette und freundliche Spezialb ä d er mit derselben Einrichtung, wie das Stadtbad, mit dem es gleichzeitig erbaut wurde. Das Parterre enthält 3 Wohnzimmer.

Alle Bäder werden von der städtischen Hauptque 1 1 e bewässert. Die beiden Spezialbäder beziehen ihr kühles Wasser aus einem eigenen kleinen Abkühlrecervoir.

Die Bäder des Dorfes Schönau.

1. Das St. e in ba d.

Diess Badehaus besteht aus einem Mittelgebäude, welches, kuppelartig gewölbt, sein Licht von oben erhält, und das grosse Bassin aufnimmt, in dem die Quelle entspringt, und aus 2 Seitenflügeln, in denen 14 Spezialbäder liegen. Sämmtliche Badebecken sind oval, mit Thonplatten belegt, und bloss mit einer Zuleitungsröhre versehen, die das Wasser aus der im grossen Bassin entspringenden Stein ba dquelle durch zinnerne Röhren zuführt. – Nro. 6 und 14 stehen auf Sand, aus dem kleine Nebenquellen mit Entwicklung von Gasbläschen hervorkommen. Im Rücken des Mittelgebäudes sind 2 Comunbä d er für Männer und Weiber. Ihre Becken aus Sandstein sind vierseitig, und werden ebenfalls mittelst einer Zuleitungsröhre von der St e in ba d que 1 1 e bewässert. Der Abfluss sämmtlicher Bäder ergiesst sich in die nahgelegene Pfer des chwemme.

2. Das Tempelbad.

Diese kleine tempelartige Rotunde wird durch Scheidewände, die aus ihrem Mittelpunkte nach der Peripherie geführt sind, in 6 Badelogen getheilt, deren jede ein Becken enthält, das die Form eines Kreisausschnittes von 60° bildet.

Sämmtliche 6 Spezialbäder werden von der Tempel ba dquelle, die aus dem Sandboden ihrer

Becken hervorquillt, versorgt. Uiberdiess hat noch jedes einzelne Bad eine Zuleitungsröhre, durch welche es aus dem allgemeinen Bassin der Steinbäder eine Wasserleitung erhält. In den Bädern Nro. 19 und 20 mündet sich eine Ausgussröhre der Wiese m quelle, wodurch diese beiden Bäder abgekühlt werden können.

3. Das Militärba d.

Dieses für das k. k. Militär bestimmte Comunbad schliesst ein geräumiges ringsum mit Steinen besetztes Becken ein, welches auf Sandquellen steht, die es bewässern.

Das Milltärbad hat vor allen Teplitzer Bädern den Vorzug, dass man unmittelbar in der Quelle selbst badet.

4. Das Schlangenbad.

Dieses ganz freistehende Parterregebäude in höchst gefälligem und modernem Style kehrt die vordere Hauptfronte unmittelbar der Strasse, die rückwärtige aber dem vorüberfliessenden Bache zu. Es ist 170 Fuss lang und 49 Fuss breit. In der vorderen Fronte befindet sich eine dem Aufenthalte der Kurgäste bei regnerischer Witterung und den Brunnentrinkern gewidmete Colonnade mit doppelter Säulenreihe von Stein, an deren rechten Flügel sich ein Conversationssaal, und an deren linken ein Rastzimmer schliesst. Sowohl die Säulenhalle als die beiden Seitenflügel stehen mit der rückwärtigen Fronte, welche die Bäder enthält, in unmittelbarer Verbindung. Es zählt 13 Spezialbäder, welche an einem für sich abgesperrten 126 Fuss langen Gange liegen, der von rückwärts durch Laternenfenster sein Licht erhält. Das Bad Nro. 1 hat eine Dou c h e und das Bad Nro. 13 ist zu M 0 0 rbä de r n bestimmt. Die geschmackvollen und eleganten Badebecken, die Douche und das Moorbad haben ganz dieselbe Zweckmässige Einrichtung wie im Stadtbade, mit dem das Schlangenbad gleichzeitig erbaut wurde. Sämmtliche Bäder, mit Ausnahme Nro. 6, beziehen ihr heisses Wasser aus der Schlange n ba dque 1 le; die Sandbäder Nro. 7, 8, 9, 10 erhalten nebst der Hauptwasserleitung noch den Zufluss der Nebenquellen aus dem Boden ihrer Becken; das Sandbad Nro. 6 wird bloss von den Sandquellen bewässert.

Das Kühlwasser fliesst allen Bädern aus einem grossen unter der Colonnade angebrachten Recervoir zu, das ebenfalls von der Schlangenbadquelle seinen Vorrath erhält.

5. Das Neubad (früher Schwefelbad).

Dieses imposante, im korinthischen Style erbaute Badehaus, 188 Fuss lang und 61 Fuss breit, liegt mit der Hauptfronte gegen Westen, und enthält nebst dem Parterre geschosse zwei Stockwerke. In der Mitte ist der Eingang, welchen 3 Glasthüren bilden, die, mit marmornen Thürstöcken versehen, von vier korinthischen Lesenen eingeschlossen sind. Durch diesen Haupteingang gelangt man zu einem auf dorischen Säulen ruhenden Vestibul, das mittelst eines verglasten Corridors links zu 6 Spezialbädern, und rechts zu 8 ebenerdigen Wohnzimmern führt. Gegen Osten verbindet dieses Vestibul eine freitragende Hauptstiege mit den beiden Etagen, von denen die erste nebst einem Salon 17, und die zweite 1 1 Wohnzimmer enthält. Aus dem Corridor des zweiten Stockwerkes gelangt man beiderseits durch 2 Glasthüren aufgeräumige, mit verzierten Geländern dekorirte Terassen, von wo sich eine sehr angenehme Aussicht nach dem freundlichen Schönau, nach dem Erzgebirge und dem nachbarlichen Schlossberge darbietet.

An die rückwärtige Fronte reiht sich eine geschmackvolle, englische Gartenanlage, welche Jedermann zum Vergnügen geöffnet ist. : . . .“ Die-Bäder wetteifern in Bezug auf luxuriöse Eleganz und Zweckmässigkeit mit den schönsten des Stadtbades. Die Becken, theils oval, theils hufeisenförmig, sind mit Marmortafeln und weissen Porzellanplatten belegt, und mit doppelten Zuleitungsröhren versehen. Das Bad Nro. 6 hat eine Dou c h e mittelst Druckwerk. - * Sämmtliche Bäder beziehen ihr heisses Wasser aus der Neubad que lle (früher Schwefelbadquelle), und zum Theil aus den im alten Schwefelbade sich befindlichen Sandquellen, ihr Kühlwasser hingegen aus zwei hinter dem Badehause angebrachten Recervoirs, wo das Badewasser durch längeres Stehen abgekühlt wird. Die Leitungsröhren sind hier von Holz, weil sie wegen häufiger Sinterbildung dieser Quelle oft gereinigt werden müssen, widrigen Falls sie nach einem Zeitraume von 2 – 3 Jahren völlig verstopft würden. Alle Badelogen der Stadt und Schönaus sind überdiess zur Bequemlichkeit der Badenden mit Glockenzügen, Vorhängen, Fussteppichen, Tischen, Stühlen, Kleiderrechen, Spiegeln und mitunter auch mit Chaiseslonges versehen. Tücher zum Abtrocknen, Wärmekorb und Thermometer werden auf Verlangen von den Bademeistern verabreicht.

[ocr errors][merged small]

Der Grund des Vorwurfs, den mehrere Fremde unserem Badeorte machen, dass nämlich hier das Vergnügen der Geselligkeit viel geringer sey, als an anderen Brunnenörtern, liegt wohl vorzüglich darin, dass es

« IndietroContinua »