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Dem

Präsidenten

und

den verehrten Mitgliedern

der

Gesellschaft der Wissenschaften

in der Oberlausitz

hochachtungsvoll gewidmet

vom

Herausgeber.

Vorre de

Wenn in unsern Tagen so mancherlei Umstände die öffentliche Herausgabe neuer wissenschaftlicher Geisteserzeugnisse einem vorsichtigen Schriftsteller bedevklich und schwierig machen sollten: so hat insbesondre derjenige, welcher sich an die Bearbeitung irgend eines Gegenstandes humanistischer Studien wagte, Schwierigkeiten ganz eigner Art zu überwinden, und gerechte Ursache, zu allgemeiner Bekanntmachung sich ein Herz anzuschaffen. Denn stören einerseits die nicht unbegründeten Klagen über unpütze Vermehrung des schon überladnen literarischen Marki's, und gehört der Vorwurf unberufner schriftstellerischer Thätigkeit so vieler unsrer Zeitgenossen zu den stehenden Rügen kritischer Institute: so sind namentlich für den Freund classischer Bildung zwei nachdrücklich malınende und Vorsicht gebietende Warnungstafeln von sachverständigen Richtern aufgeștellt, an denen man, wenn zu öffentlicher Kundmachung eigner Arbeit die Lust anwandelt, nicht ohne Scheu und Beachtuog vorüber gehen darf. Einmal nämlich ist es die inare Würde und der erhabue Standpunkt, auf den die Sprachwissenschaft selbst in unsern Tagen durch Männer, denen vorzugsweise der ehrende Name der Philologen gebührt, gehoben

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worden ist, und die auf dankbare Anerkennung ihrer frühern oder noch fortdauernden Verdienste gegründeten Ansprüche der Zeitgenossen; und sodann nicht minder das wirkliche oder nur eingebildete Bedürfniss der Jugend und derer überhaupt, denen ähnliche literarische Arbeiten zweckmässigen Dienst und Vorschub leisten sollen. Nur verwegner Leichtsinn oder stolze Anmassung könnten irgend Jemand verleiten, ohne jene Rücksichten zu nehmen, zufälligen Eingebungen der Laune oder auch des vermeintlichen Gepies zu folgen, und dem Gerathewohl vertrauend, von dem Publikum Beachtung und Gebrauch des dargebotnen Gutes verlangend zu erwarten. Es sey

demnach dem unterzeichneten Herausgeber der Commentarien Caesar's vergönnt, so wie er selbst durch dieses Vorwort eine dringende Verbindlichkeit gegen das Publikum zu lösen glaubt, von seinem Unternehnien, vou Plan und Zweck der ganzen Arbeit, in möglicher Kürze und Gedrängtheit, Rechenschaft zu geben, und dadurch billige Richter künftig in den Stand zu setzen, Grund und Ursache mancher Eigenthümlichkeiten vorliegender Arbeit in der Individualität des Verfassers, so wie in dessen vorgesteckten Ziele, zu erkennen und diesen beiden gemäss zu entscheiden.

Dass die kritische und grammatisch - historische Bearbeitung einzeler Werke des classischen Alterthums, wären sie auch ihrem Umfange nach noch so klein und ungewichtig, der Sprachwissenschaft im

Besondern, so wie der Kunde des Alterthums im Allí gemeinen wesentliche Bereicherung verschaffen könne,

ja, dass grade diese Hervorhebung und genauere Sichtung der mannichfaltigen Theile des tiefen und zum

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