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12 vare ordines docuit et operi aliisque iustis militaribus ita ad

suefecit, ut brevi rex non equiti magis fideret quam pediti

conlatisque aequo campo signis iusto proelio Carthaginiensem 13 hostem superaret. Romanis quoque in Hispania legatorum

regis adventus magno emolumento fuit: namque ad famam eorum transitiones crebrae ab Numidis coeptae fieri. ita cum Syphace Romanis coepta amicitia est.

Quod ubi Carthaginienses acceperunt, extemplo ad Galam in parte altera Numidiae — Maesulii ea gens vocatur 49 gnantem legatos mittunt. filium Gala Masinissam habebat

septem decem annos natum, ceterum iuvenem ea indole, ut

iam tum appareret maius regnum opulentiusque, quam quod 2 accepisset, facturum. legati, quoniam Syphax se Romanis

iunxisset, ut potentior societate eorum adversus reges popu3 losque Africae esset, docent melius fore Galae quoque Cartha

giniensibus iungi quam primum, antequam Syphax in Hispaniam

aut Romani in Africam transeant: opprimi Syphacem nihildum 4 praeter nomen ex foedere Romano habentem posse. facile persua

sum Galae, filio deposcente id bellum, ut mitteret exercitum; qui Carthaginiensibus legionibus coniunctis magno proelio Syphacem

devicit. triginta milia eo proelio hominum caesa dicuntur. 5 Syphax cum paucis equitibus in Maurusios ex acie Numidas

extremi prope Oceanum adversus Gadis colunt refugit adfluentibusque ad famam eius undique barbaris ingentis brevi

kungen u. a.; vgl. 23, 35, 6 decur- 26, 43, 4 monarchische Staaten rere milites cogebat, ut tirones ad- und Republiken; wäre die Verbinsuescerent signa sequi et in acie dung nicht formelhaft, so würde agnoscere ordines suos.

Liv. wohl gentes gesetzt haben, da 12. iustis militarib.] substantivierte er mit populi gern den Begriff des Adj. im Neutr. Plur. nehmen einen Civilisierten verbindet. Gen. oder ein anderes attrib. Adj. 3. opprimi] Asynd. explic. zu sich; vgl. 27, 40, 4. multa 4. legiones] nach römischer Besecunda gesta. iusta sind die üb- zeichnung lichen, pflichtmässigen Verrichtun- coniunctis] das secum oder sibi, gen einer Person.

wie 8 2, ergiebt der Zusammenhang. Carthag. hostem) ebenso 22, 14, magno proelio] nach anderen Beő ut ab Samnite hoste tuta haec richten haben die Karthager den ora esset.

Hasdrubal mit seinen Truppen aus 13. coepta amicitia est] so sagt Spanien herbeigerufen, woraus sich Liv. auch 29, 11,2 cum Attalo die furchtbare Niederlage des Sycoeptam amicitiam esse; häufiger phax eher erklärt. amicitiam iungere.

5. Maurusios Numidas die Mauru49. 1. septem decem] seltenere sier sind identisch mit den Mauren, Form, ebenso 25, 5, 8; s. zu 15, 2. die 21, 22, 3 ebenso accolae Oceani Da Masin. 149 v. Chr. über 92 Jahr genannt werden. Der Zusatz Nualt stirbt, so ist er jetzt thatsäch- midas erklärt sich daraus, dass dies lich ungefähr 27 Jahr alt; L. hat bei Liv. (wie auch sonst) öfter ein sich in der Zahl geirrt, wie ceterum Gesammtbegriff ist für die Küsteniuvenis ea ind. beweist.

völker Afrikas. Die Wortstellung 2. reges populosque) so oft, z. B. ist etwas gesucht.

copias armavit, cum quibus in Hispaniam angusto diremptam 6 freto traiceret. sed Masinissa cum victore exercitu advenit; isque ibi cum Syphace ingenti gloria per se sine ullis Carthaginiensium opibus gessit bellum.

In Hispania nihil memorabile gestum praeterquam quod 7 Celtiberum iuventutem eadem mercede, qua pacta cum Carthaginiensibus erat, imperatores Romani ad se perduxerunt, et 8 nobilissimos Hispanos supra trecentos in Italiam ad sollicitandos populares, qui inter auxilia Hannibalis erant, miserunt. [id modo eius anni in Hispania ad memoriam insigne est, quod mercennarium militem in castris neminem ante quam tum Celtiberos Romani habuerunt.]

colunt] abs., wie oft auch das häufigere incolunt abs. steht..

6. sed] 'aber zum traicere kam es nicht, denn ..'

per se] öfter wird ipse (und zwar stets im Nominativ) hinzugesetzt; vgl. zu 38, 2.

7. Celtiberum] s. zu 8, 10; so nicht selten bei Liv., doch die gewöhnliche Form häufiger.

qua pacta erat] wir sagen kurz den sie verabredet, abgemacht, festgestellt hatte, eigentlich aber ist ein Inf. wie militare od. dergl. zu ergänzen; vgl. 21, 41, 9 qui stipendium dare pactus est (hier zu

seinem Nachtheil sich verpflichtete').

8. id modo] dies einzige Ereignis; eius anni abhängig von id.

ad mem. insigne] ebenso 7, 28, 9: gekennzeichnet, `auffallend für die Erinnerung; vgl. zu 13, 11,

ante quam tum] ante illud tempus. In dem Schlusssatz ist mercennarium zu betoner, da die nicht römischen, selbst ausseritalischen Soldaten im römischen Heere als Hülfst en sich von den Söldnern, wie sie die Karthager hatten, unterschieden.

PERIOCHA LIBRI XXIIII.

Hieronymus Syracusanorum rex, cuius pater Hiero amicus populi Romani fuerat, ad Carthaginienses defecit et. propter crudelitatem superbiamque a suis interfectus est. Tib. Sem

pronius Gracchus proconsul prospere adversus Poenos et Han5 nonem ducem ad Beneventum pugnavit servorum maxime opera,

quos liberos esse iussit. Claudius Marcellus consul in Sicilia, quae prope tota ad Poenos defecerat, Syracusas obsedit. Philippo Macedonum regi bellum indictum est, qui ad Apolloniam

nocturno proelio oppressus fugatusque in Macedoniam cum 10 prope inermi exercitu profugit. ad id bellum gerendum M.

Valerius praetor missus. res praeterea in Hispania a P. et Cn. Scipionibus adversus Carthaginienses gestas continet, a quibus Syphax rex Numidiae in amicitiam adscitus, qui a Masanissa

Massyliorum rege pro Carthaginiensibus pugnante victus in 15 Hispaniam ad Scipionem cum magna manu transiit contra

Gades, ubi angusto freto Africa et Hispania dirimuntur. (Celtiberi quoque in amicitiam recepti sunt, quorum auxiliis adscitis tunc primum mercennarium militem Romana castra habuerunt.]

ANHANG.

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Bei Abfassung vorliegender Ausgabe, die als Fortsetzung der von Ed. Wölfflin begonnenen Bearbeitung der dritten Dekade des Livius anzusehen ist, habe ich mich möglichst eng an meinen Vorgänger angeschlossen; nur bin ich bestrebt gewesen, noch strenger, als es in seinen Ausgaben geschehen ist, alle diejenigen Notizen vom Commentar fernzuhalten, welche Gebiete berühren, auf denen der Schüler nicht heimisch ist. Der Commentar einer Schulausgabe soll eben meiner Meinung nach in allen Theilen zu so positiven, dabei stets auf den Schüler berechneten, Resultaten geführt sein, dass man die genaue Erwägung desselben bei der Vorbereitung auf die Lectüre von der gesammten Classe verlangen kann. Dieser Gedanke hat mir bei Ausarbeitung des Commentars vorgeschwebt, und ich kann wohl sagen, dass ich nicht Zeit noch Mühe gespart habe, bei wiederholter Durchmusterung meines Manuscriptes ändernd und kürzend die Erklärungen dem Bedürfnis und dem Fassungsvermögen des Schülers immer mehr anzupassen. Kritische Bemerkungen finden sich aus diesem Grunde im Commentar nicht, auch die Quellenfrage ist principiell von demselben ausgeschlossen worden, desgleichen habe ich Hinweise auf den Sprachgebrauch anderer Schriftsteller möglichst beschränkt: Livius soll aus Livius erklärt werden, und für die Fixierung seines Sprachgebrauchs im 24. Buche ist nichts wichtiger und massgebender als die dritte Dekade seines Geschichtswerkes.

So strenge Forderungen ich an den Commentar stellen zu müssen glaubte, so frei vermeinte ich mich in dem Anbange bewegen zu dürfen: daher die Einfügung mancher nicht direct auf Kritik und Erklärung bezüglichen Notiz, daher die von meinen in den Jahresber. des phil. Vereins zu Berlin 1 (1873) S. 87 geäusserten Wünschen abweichende Art der ganzen Anlage. Ich habe in diesem Anhang ein Scherflein zur Textkritik des Livius beisteuern wollen; es sollte mich sehr freuen, wenn meine Bedenken und Erörterungen zum Weiterforschen anregten. Im Hinblick hierauf habe ich angefangen aus der Litteratur der Neuzeit die Hauptsachen zusammenzustellen. Leider ist es mir nicht möglich gewesen, in dieser Beziehung schon jetzt etwas Vollständiges zu geben; sollte sich später das Bedürfnis nach einer neuen Auflage herausstellen, so werde ich das Versäumte gewiss nachholen. Die Emendationen von Md und Htz habe ich aber mit Absicht übergangen, weil niemand, der sich ernstlicher mit Livius zu beschäftigen vorhat, die Ausgaben dieser beiden Gelehrten entbehren kann. Auch sonst werde ich mich wohl noch mehr, als es hier geschehen ist, auf eine Auswahl beschränken müssen; denn wie schon manche der jetzt verzeichneten Vorschläge haltlos sind, so wäre es wahrlich Papierverschwendung, wenn man z. B. alle Einfälle des Engländers Alanus aufnehmen wollte.

Die einschlägige Litteratur, so weit sie mir bekannt oder zugänglich war, und sonstige stilistische, grammatische und lexicalische Werke habe ich gewissenhaft benutzt. In dieser, wie in mancher anderen Beziehung verdanke ich meinem verehrten Collegen, Herrn Dr. Paul Geyer, der in lebhaftem Interesse für die Sache mir mit seinem Rathe bis zuletzt treu zur Seite stand, viele nützliche Winke.

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Verzeichnis der Abweichungen*) vom Texte der dritten Weissenbornschen Ausgabe (Berlin, Weidmannsche Buchhandlung 1871) nebst eingestreuten erklärenden Notizen.

Gr.= J. Fr. Gron., F.-Hwg. = Fabri-Heerw., Wssb = Weissenb., Мd Madvig, Htz Hertz, WX

Wölfflin, Wsbg Wesenberg, HJM = Herausgb.

Ueber den Stand der Frage, welche Quellen Livius in der dritten Dekade benutzt hat, orientiert Wf in den Bursianschen Jahresberichten über die Fortschritte der Alterthumswissenschaft 2. 3. (1874–75) S. 743 f. Hierzu vgl. Wssb in der Einleitung zum 1. Bande (6. Aufl. 1875) S. 37 und die litterarischen Nachweise in den Jahresberichten des philol. Vereins zu Berlin 1, S. 69. 2, S. 268 f. 3, S. 189 f. Eine besondere, ausführliche Besprechung ist dem 24. Buche gewidmet von G. Michael De ratione, qua Livius in tertia decade opere Polybiano usus sit. Diss. Bonn 1867 S. 25—39; vgl. dazu L. Tillmands in den Jahrb. f. class. Phil. 1861 S. 851 f. und F. Friedersdorff Livius et Polybius Scipionum rerum scriptores. Diss. Göttingen 1869 S. 8 f.

1, 3 muros ac portas) muros portas nach dem Puteaneus, ein Asyndeton, wie 1, 5 agros urbem. Wssb fügt an ersterer Stelle ac ein, an der zweiten lässt er die Worte unverbunden; dabei sagt er in der Textausgabe (Leipz. Teubner 1868): in B all. 'muros' legitur, quod et ipsum ferri h. l. potest, ut paulo post agros urbem.'

1, 5 agros urbem] obgleich agros urbem que (so Md mit vielen Hsgb., vgl. 7, 31, 7. 26, 33, 13) der natürliche Ausdruck wäre, und die Annahme des Ausfalls von qué im Put. unbedenklich ist, so habe ich den Zusatz der Partikel doch nicht für unerlässlich ansehen können; vgl. Kühnast L. Synt. S. 285. Wssb und WA zu 21, 28, 2. F.-Hwg. zu 22, 29, 11. que wird im Put. ganz gewöhnlich abgekürzt (q. oder D); umgekehrt hat der Schreiber zuweilen Q. (den Vornamen Quintus) zu que aufgelöst, z. B. 7, 10 que fabius Q. Fabius, ebenso 9, 4 u. 7. 11, 6.

1, 5 vocare] evocare nach jüng. Hdschr. mit früheren Hsgb., eine paläographisch leichte (es geht atque voraus) und nach dem Sprachgebrauch des Livius, welcher in der Verbindung mit ad conloquium stets evocare sagt (z. B. 21, 25, 7. 25, 28, 3), wenigstens nahe liegende Aenderung; vgl. WA Liv. Kr. 'S. 24.

1, 8 probatam] propalam nach Walch Em. L. S. 39 (Put.: prolatam); der unbedingt wünschenswerthe Gegensatz zu taciti kann nach meiner Meinung nicht in tueri gesucht werden. Für die auch von Md aufgenommene Lesart propalam sprechen zahlreiche Beispiele, wie 23, 14, 8. 24, 14, 3. 38, 3. 26, 35, 7. 34, 33, 14: haec propalam dicebat, illa tacita suberat cura. Fabris Vertheidigung der alten La probatam ist deswegen nicht überzeugend, weil in den von ihm angeführten Belegstellen der Anschluss einer unmittelbar folgenden Handlung ausgedrückt wird, hier aber probatam nicht quam probaverant, sondern = quam probabant (wie 26, 14, 1) wäre.

2, 3 wegen potiri 'im Besitze einer Sache sein' vgl. Liv. 6, 33, 10. 25, 11, 12 u. 17. Halm zu Cic. p. Rosc. Am. § 70 und C. Heraeus zu Tac. Hist. 3, 74.

2, 7 volebant . . sperabant] voleb at .. sperabat (nach der Mainzer Ausg. 1518 mit jüng. Hdschr.), welches nicht nur durch die ungesuchte Erklärung des Zusammenhangs gefordert wird, sondern auch hdschr. (M) beglaubigt ist. Ausserdem können wir in der Ueberlieferung des P volebant . . sperabat mit demselben Rechte die erste Form für einen Schreibfehler halten, wie die zweite; der n-Strich wird vom Schreiber des Poft angewandt und dabei nicht seltener fälschlich hinzugesetzt,

*) Unbedeutende Aenderungen in der Orthographie und Interpunction sind hier nicht mit aufgeführt worden,

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