Immagini della pagina
PDF
ePub
[blocks in formation]

HERRN PROFESSOR

DR. EDUARD WÖLFFLIN

ZU MÜNCHEN

IN VEREHRUNG UND FREUNDSCHAFT

GEWIDMET.

Vorrede.

Bei der Bearbeitung des vorliegenden Bändchens bin ich bemüht gewesen, so zu verfahren, dass es vor allem im Gebrauch der Schule und bei der Privatlektüre von Anfängern verwendet werden könnte. Es ist daher aus den Anmerkungen die Erörterung aller derjenigen Fragen fortgeblieben, welche diesem Standpunkte nicht angemessen erschienen, insbesondere musste die Untersuchung über die Quellen des 26. Buches ausgeschlossen werden; um so mehr, als meine Ansicht darüber in der Programmabhandlung von Marienburg 1874 ausführlich dargelegt ist. Die mir bekannt gewordenen neueren Untersuchungen über den Sprachgebrauch des Livius habe ich, soweit thunlich, benutzt, eine Hinweisung auf dieselben aber ebensowenig wie die auf Grammatiken oder Handbücher für angemessen gehalten.

Dem Texte ist die Ausgabe von Weissenborn (Teubner 1878) zu Grunde gelegt und die Orthographie derselben möglichst beibehalten, in der Gestaltung des Textes selbst aber sind mannichfache Veränderungen nötig geworden, indem teils solche Lesarten hergestellt werden mussten, die Weissenborn selbst schon in der Ausgabe 1871 (Weidmann) nach Madvig u. a. aufgenommen, bei der letzten Revision des Textes 1878 aber wieder verworfen hatte; andererseits aber konnten die Resultate der Untersuchungen über den cod. Spirensis und die dadurch entstandenen Veränderungen des Textes, wie sie die Ausgabe von Luchs (1879) bietet, nicht übergangen werden. Der Nachweis der Abweichungen, sowie wenige eigene Verbesserungsvorschläge sind in einem Anhange gegeben.

Schliesslich kann ich nicht umhin, auch an dieser Stelle für vielfache Anregung und Beihülfe meinem verehrten Freunde Herrn Professor Wölfflin in München und für gütige Unterstüzung Herrn Oberlehrer Moritz Müller in Stendal den aufrichtigsten Dank auszusprechen.

Möge die Ausgabe dazu beitragen, die Lektüre der zweiten Hälfte der 3. Dekade, welche an ergreifendem Inhalte und stilistischer Schönheit den ersten Büchern dieser Dekade nicht nachsteht, namentlich auf den Gymnasien weiter als bisher zu verbreiten! Allenstein, Pfingsten 1880.

F. Friedersdorff.

« IndietroContinua »