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($ 324, 6 gE.) 17. CHRIST, München SB. 1893, 117. — Über die Maße der horazischen Oden überhaupt s. Übersichten vor den Ausgg. und TEUFFEL vor GLudwigs Übersetz. der Oden (Stuttg. 1860), 24. Vergleich der hor. Maße mit den griechischen Vorbildern bei CBock, De metr. Hor. lyricis, Kiel 1880. HSCHILLER (f. d. Schulgebr., Lpz.3 1891). RKÖPKE, Berl.5 1894. Über die Verschleifungen (Synaloephen) s. LEHRS, Horatius (1869) S. 1-XXII und JSCHULTZ, De prosodia satiric. Rom., Königsb. 1864. FLINDEMANN, De hiatu in versibus Hor. lyricis, Zittau 1825. CADENBACH, De alliterationis apud H. usu, Essen 1838. Über das Metrum von c. 1, 10 THKOCK, RhM. 41, 315.

4. Strophische Gliederung gehört zum Begriffe des antiken uélos. Daher haben auch die horazischen carmina zum großen Teil eine solche. Doch findet nicht nur bei Pindar, sondern auch bei Alkaios und Sappho häufig ein Übergreifen des Sinns und des Satzes über die Grenzen der Strophen hinüber statt (WESTPHAL, gr. Metrik 22, 295), daher auch Horaz sich dies unbedenklich gestattet, ja zB. innerhalb des sonst strenger gebauten vierten Buches (s. A. 3) in seinem Lieblingsmaße, dem alcaeischen, den Abschluß der Strophe und des Sinnes seltener zusammenfallen läßt als in B. 1—3 (KIESSLING philol. Unterss. 2, 82; vor s. Ausg. 1, xv). Der kleinste Umfang einer Strophe ist die Zusammensetzung aus zwei Versen. Diesen Umfang hat wie das elegische Distichon so die archilochisch-horazische Epode. Vierzeilig dagegen sind die sapphischen und die alcaeischen Strophen: ebenso von den asklepiadeischen Versen diejenigen Formen, welche drei Asklepiadeen mit einem Glykoneus oder zwei Asklepiadeen mit einem Pherekrateus und einem Glykoneus verbinden. Wo ein asklepiadeischer mit einem glykoneischen Verse verbunden ist, ergibt sich zunächst eine zweizeilige Strophe: s. aber c. 3, 9 das Zwiegespräch mit Rede und Gegenrede in dreimal je vier Zeilen; wo der Asklepiadeus minor oder der maior durch das ganze Gedicht hindurch einfach wiederholt wird, haben wir scheinbar monostichische Anlage. Indessen haben, nach dem Vorgange von WETZEL, CLACHMANN (kl. Schrr. 2, 84) und AMEINEKE (praef. s. Ausgabe) die Bemerkung gentacht, daß nicht nur bei den letzteren Versarten, sondern auch bei den eigentlich epodenartig gehaltenen carmina, überhaupt bei sämtlichen Gedichten der vier Bücher (außer c. 4, 8, vgl. A. 9) die Verszahl mit vier teilbar sei, und haben daraus den Schluß gezogen, daß Horaz überhaupt seine Gedichte als vierzeilige Strophen angelegt habe. Über den Einfluß dieser Entdeckung auf die Kritik des Horaz s. DÖDERLEIN, Reden (1860) 388. 403; vgl. auch WFÖRSTER, quaestt. Hor. 2 (Brünn 1870), 3. CBOCK (A. 3) 55. Sie ist aber schwerlich richtig oder doch von Bedeutung außer für die durch das Versmaß in Strophen zerlegten Gedichte; s. ELTER Donarem (A. 9) 40a.

5. OVID. trist. 4, 10, 49 tenuit nostras numerosus Horatius aures dum ferit Ausonia carmina culta lyra. PETRON. 118 Horatii curiosa felicitas. QUINT. 10, 1, 96 lyricorum (Rom.) Horatius fere solus legi dignus. nam et insurgit aliquando et plenus est iucunditatis et gratiae et variis figuris et verbis felicissime audax. PANEG. in Pis. 229. FRONTO p. 23 Nab. (memorabilis poeta). APOLL. SIDON. ep. 8, 11. carm. 9, 218—222.

vor s. Ausg. 1, civ. Manso i. d. Nachtrr. zu Sulzer 5, 301. RHANOW, ist H. ein kleiner Dichter? Halle 1838. ASTAHR, Hall. Jahrb. 1840, 1652. TEUFFEL, ebd. 1841, Nr. 106—112, und Charakter. d. H. (Lpz. 1842) 13. 73. GERNHARD, de compositione carminum Hor., Weim. 1841–42 II. TROMPHELLER, Beiträge z. Würdigung d. horaz. Dichtweise, Coburg 1855—74 V. PRIEN, d. symmetrische Bau der Oden d. Hor., RhM. 13, 321. FMARTIN, de aliquot Hor. carminum ratione antiTeuffel, röm. Literaturgesch. Neub. 6. Aufl.

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strophica, Posen 1865. Auch hier, wie bei den Epoden, befolgt Martin den verkehrten Grundsatz, dasjenige, was sich der von ihm aufgestellten Symmetrie nicht fügen will, für verfälscht zu erklären; ebenso CPRIEN, SCHWERDT u. a.

6. Die Vorliebe des Horaz für die Dreizahl der Beispiele tritt stark hervor, wie auch die Wiederholungen zahlreich sind; TEUFFEL, über Horaz (1868) 18. Prosaische Ausführungen und Wendungen z. B. 3, 1, 25. 3, 4, 69 f. 3, 11, 18 f. Prosaisch erscheinen uns Partikeln wie quodsi (1, 1, 35. 3, 1, 41. epod. 2, 39. 10, 21. 11, 15. 14, 13), atqui (1, 23, 9. 3, 5, 49. 3, 7, 9), quatenus (3, 24, 30), eius, atque (3, 11, 18 vgl. 4, 8, 18), auch wohl namque (1, 22, 9. 1, 34, 5. 4, 1, 13). Der hohe Ton ist nicht recht des Horaz Sache; wo er ihn anstimmt, fällt er leicht heraus, doch so, daß man manchmal zweifelhaft ist, ob dies nicht mit bewußtem Humor geschieht, wenn er zB. 4, 1, 21 f. zu Venus sagt: naribus duces tura, oder ebd. 4, 7, 5 f. 2, 20, 9 ff. So klingt es uns wie Travestie, wenn in einer sapphischen Ode von teretes surae die Rede ist (2, 4, 21) oder in einer alcaeischen von olentis uxores mariti (1, 17, 7). Als Geschmacksfehler erschienen Manchen die auritae quercus (1, 12, 11 f.), die libido quae solet matres furiare equorum (1, 25, 13 f.), die clavi trabales usw. (1, 35, 18 ff.), der hydrops und aquosus languor (2, 2, 13 ff.) und die Derbheiten 2, 5, 2 ff. 3, 11, 19. 4, 13. epod. 9, 35. Auch vitrea Circe (1, 17, 20) und purpurei olores (4, 1, 10) haben Tadel gefunden. Aber freilich ist hier nicht unser Gefühl maßgebend, sondern der durch H.'s hellenistische Vorgänger geschulte Geschmack der Zeitgenossen. Ferner kommt der Fall nicht selten vor, daß Horaz in Ausführungen sich nicht genug tun kann, sondern mit der Unersättlichkeit eines Rhetors Beispiel auf Beispiel häuft. So 1, 1. 3, 1, 9 ff. 41 ff. 3, 27, 1-16. epod. 2. Maßvoll ist gewiß auch weder 2, 20 noch 3, 20. Unzeitige Einmischung von Gelehrsamkeit 2, 17, 13—20. 2, 18, 35 ff. Alles dies war dem Publikum aber aus der modernen Poesie geläufig. PCAUER, Wort- u. Gedankenspiele in d. Oden. Lpz. 1892. Eine Rangordnung der Oden und Epoden aufzustellen, wie es TEUFFEL versucht, Die horazische Lyrik, Tüb. 1876, 18 (14 unvollkommene Gedichte, 80 mittlere, 24 gute, 3 treffliche) wird heute niemand mehr Neigung haben. Übrigens ist gleich übertreibend und unrichtig der Ausspruch von GOETHE (RIEMERS Mitteil. 2, 643) 'des Horaz poetisches Talent anerkannt nur in Absicht auf technische und Sprachvollkommenheit, dh. Nachbildung der griechischen Metra und der poetischen Sprache, nebst einer furcht baren Realität, ohne alle eigentliche Poesie, besonders in den Oden' (noch schärfer JHARTMANN de H. poeta. Leid. 1891), oder von GRUPPE (Minos 412): 'Horaz ist Horaz erst durch die Oden' oder das Paradoxon von LEHRS (N. Schweiz. Mus. 1861, 64): 'Horaz ist nicht in den Oden'. Vielmehr ist der Horaz der Satiren und Briefe in allem Wesentlichen auch der Horaz der Oden, und daraus eben erklären sich viele Vorzüge wie Mängel der letzteren. Richtiger LEHRS, Horatius S. Lxxv: 'man muß sich gewöhnen, den poetischen Maßstab für Hor. nicht zu hoch zu stellen und mitunter auf bedeutenden Abfall gefaßt zu sein.' Nur handelt er selbst gar nicht dieser Einsicht gemäß; s. A. 7. Besonnene Würdigung der horaz. Lyrik von BERNHARDY, Berl. Jahrbb. 1835, 750. Vgl. auch die Bemerkungen in HAUPTS Op. 3, 52. Ussani Orazio lirico. Rom 1898. Wie kompliziert die Bedingungen für das Verständnis sind und wie vorsichtig wir daher mit Werturteilen sein müssen, zeigt REITZENSTEIN (A. 2).

7. Eine immer noch verbreitete Meinung geht von der Voraussetzung aus, daß Horaz ein tadelloser Lyriker sei. Man sucht sie zu stützen durch gewalttätige Auslegung (beliebt ist entweder eine mystisch-melancholisch-verschwommene, welche unschwer tiefsinnige Bezüge findet, oder eine humoristische, welche, wo es hapert, reizendste Schalkhaftigkeiten und Schelmereien nachzuweisen versteht): andere behaupten, daß die horazischen Gedichte stark verfälscht worden seien. Jeder einzelne und jede Zeit ist freilich berechtigt, nach seinem und ihrem Maße den Dichter zu loben und zu tadeln, aber allein nach dem Maßstab einer modernen Ästhetik auch erkennen zu wollen, was der Dichter geschrieben habe oder nicht geschrieben habe, ist töricht. Der starke rhetorische Zusatz in den Oden stört uns oft, der Römer fand daran Gefallen. Der uns oft peinliche Mangel an einheitlicher Stimmung, an innerer Wärme wurde für den Römer aufgewogen durch die Melodie der kunstreich gestalteten Sprache und der volltönenden Verse. Ebenso wenig wurde die Art berücksichtigt, wie H. seine Oden in langsamer, vorsichtig feilender, bessernder, umformender, nachtragender Arbeit zustande brachte ($ 238, 1, 2. KIESSLING aQ.), und daß der Dichter selbst auf sorgsame, auch versteckteren Andeutungen nachgehende Leser rechnete. Vielmehr erklärte man, was jener unberechtigten Voraussetzung einer Vollkommenheit der Oden widerspricht, für unecht. Freilich blieb auch nach den ausgedehntesten Streichungen immer noch gleichbegründeter Stoff zu weiteren Ausstellungen übrig, somit auf diesem Standpunkte Grund zu weiteren Streichungen, so daß es mit diesen eigentlich kein Ende nahm. Diese Methode hatte sodann zur Folge, daß man gegen die Gedichte ungerecht wurde, daß man auch tadelte, was in Wahrheit keinen Tadel verdient, und in maßlosem Tone tadelte. Der erste, welcher nach vereinzelten Vorgängern wie DLAMBIN, TFABER und besonders nach FGUYET (s. Phil. 35, 479, HERTZ ind. lect. Bresl. 1890/91), die Voraussetzung von der Vollkommenheit der lyrischen Gedichte des Horaz mit der Einseitigkeit einer fixen Idee durchführte und zum Maßstabe der Echtheit oder Unechtheit der einzelnen Gedichte oder ihrer Teile machte, war der Holländer HOFMAN-PEERLKAMP (Ausgabe der Oden von 1834). Vgl. BERNHARDY, Berl. Jahrbb. 1835, 737. TEUFFEL, Peerlkamps Bestreiter, JJ. 41, 438; über Horatius (Tüb. 1868), 20; Die horaz. Lyrik, Tüb. 1876, S. 1. MADVIG, adv. crit. 1, 93. In Peerlkamps Fußstapfen traten FMARTIN (Posener Programme von 1844. 1858. 1860. 1865 u. a.), AMEINEKE (in s. Ausg.), CPRIEN, GLINKER (zB Ausgabe v. 1856), OFGRUPPE (Minos, Lpz. 1859; Aeacus, Berl. 1872; vgl. TEUFFEL, RHM. 28, 643 und HERTZ, JJ. 93, 577), LEHRS (Horatius, Lpz. 1869) u. a. Vgl. noch GESELL, de interpolatt. mythol. ap. Hor., Bonn 1865. TEICHMÜLLER, D Nichthoraz. im H. Text. I (Epoden). Lpz. 1908. Dagegen MADVIG, Adv. crit. 2, 50; Olsson, Lund 1882. 1885. BOISSIER, Rev. phil. 2, 204 HERTZ ind. Breslau 1889 u. a. Die besonnenen Forscher sind sich heute darüber einig, daß nur wenige Stellen zur Annahme von Interpolationen nötigen: PHBUTTMANN, Mythologus, 2, 364, HAUPT, op. 3, 42 (vgl. BELGER, Haupt als akad. Lehrer (Berl. 1879], 137), AKIESSLING, Zur Interpol. u. Interpretation der Oden, phil. Unterss. 2, 75; vgl. auch HEYNEMANN, De interpolationibus in carm. Hor. diiudicandis, Bonn 1871 (dagegen AHOFFMANN, Vindic. Venusinae, Neisse 1873). Übersicht der Athetesen von Peerlkamp und Nachfolgern in den Oden bei THFRITZSCHE, De interpol. hor. I, Güstrow 1873; dazu Nachtrag über GUYET, Phil. 35, 477.

8. Neuere Sonderausgaben der Oden (u. Epoden; vgl. die Gesamtausgg. $ 240, 8) von DJANI (Lps.2 1809 II), WMITSCHERLICH (Lips. 1800 II), PREISS (Lpz. 1805–1807 IV), VANDERBOURG (ad fidem XVIII mss. Paris. rec. etc. Par. 1812 II), HOFMAN-PEERLKAMP (Harlem 1834; 2Amsterd. 1862; vgl. oben A. 7), FLÜBKER (Kommentar zu B. I-III, Schlesw. 1841), OBBARIUS (Jena 1848), IGRYSAR (Wien 1853), LMÜLLER (m. Anmerkk., Gießen 1882 u. Lpz. 1900), WICKHAM, Lond.2 1887, FRIGELL (-Upsala 1888; dazu adnott. ad H. carmm., Ups. 1888), ROSENBERG, 4Gotha 1904, CLSMITH, Boston 1895, JGow, Cambr. 1896, USSANI Turin 1900 f.

9. Bearbeitungen u. Besprechungen einzelner Oden (Auswahl; vgl. bes. Plüss, JJ. 107 ff.): 1, 1–4 EANSPACH, Cleve 1888. 1, 1 von GHERMANN, Op. 8, 395; H. SCHWALBE, Eisleben 1865; FCAMPE, JJ. 101, 125; HSTÖPLER, Darmst. 1881; L. REINHARDT, JJ. 129, 429. 1, 2 (und 2, 13 f.) von HRUNGE, Osnabr. 1871; 1, 3 ROSENBERG, ZfGW. 35, 396. 1, 4 u. 12 AREIFFERSCHEID, anall. hor., Bresl. 1870. 1, 7 KSCHENKL, ZföG. 29, 1; AREIFFERSCHEID, Bresl. ind. schol. 1879/80, 1; 1884/85, 11. 1, 12 BERNAYS, op. 2, 300; HAUPT, op. 3, 55; WHERBST, JJ. 111, 119; JSTRENGE, Friedl. i. M. 1882; THKOCK, Herm. 17, 497. 1, 16 KNIEMEYER, JJ. 133, 129. 1, 20. 30. 2, 11. 4, 3 FAECKSTEIN, scholae Horat., Lpz. 1869. 1, 22 KSTEFFEN, Lpz. 1882. 1, 22 und 3, 8 ARUHE, Münst..1873. 1, 28 CPRANTL, Münch. 1842; MEINEKE, Phil. 5, 171; DÖDERLEIN, Erlang. Philol.- Vers. 51, 59; GÖTTLING, ges. Abhh. 2, 214; FADAM, Patschkau 1881; LCANTARELLI, Riv. di filol. 11, 86; REIFFERSCHEID, Bresl. ind. schol. 1884/85, 12; VWILAMOWITZ, Ind. lect. Götting. 1893/94. 1, 32 EBROCKS, Schwetz 1881. 1, 34. 3, 1 KERN, Ulm 1878. 1, 37 HPROBST, Essen 1871. 2, 1 RITSCHL, op. 3, 602; FMARTIN, Posen 1858; GBOISSIER, Ann. de Bordeaux 1, 80. SEECK, Wien. St. 24, 499. SONNENBURG, RhM. 59, 506. 2, 2 KFISCH, Frauenfeld 1883. 2, 6 LUCHS, Ind. lect. Erlang. 1888. 2, 7 VVALENTIN, Frankf. 1887. 2, 12 PROSCHBERGER, BlbayrGW. 23, 201. 2, 19 THPlüss, ZfGW. 35, 720. 3, 1–6 WARSCHAUER, De Hor. l. III, 1–6 carmm., Bresl. 1877. JURENKA, Phil. 57, 289. DOMASZEWSKI, RhM. 59, 302. MOMMSEN, Reden u. Aufs. 168. CORSSEN, JJ. 1907 XIX 582 (Litt. bei KREPPEL, Progr. Kaiserslaut. 1903). 3, 2 PHOPPE Bresl. 1906. 3, 3 LSTRUVE, op. 2, 369; KIESEL, Düsseld. 1845; BAMBERGER, op. 200; RAUCHENSTEIN, N. schweiz. Mus. 1, 129; HSCHWALBE, Eisl. 1863. 3, 5 f. 16 f. SCHEELE, Merseb. 1874. 3, 8 ARUHE, Münst. 1873. 3, 11 NÄKE, op. 1, 73. 3, 12 LACHMANN, Kl. Schr. 2, 84; QUICHERAT, Mélanges (Par. 1879) 59. 3, 14 REITZENSTEIN, JJ. 1908 XXI 365. 3, 25 Plüss, Pforta 1879. 3, 27 TH. SCHÄFER, Lpz. 1868; Plüss, ZfGW. 32, 649. 4, 2 FSüss, St. Pölten 1883. BÜCHELER, RhM. 44, 317. 4, 6 FBÜCHELER, RhM. 14, 158. 4, 7 FMARTIN, Berl. 1837. 4, 8 KLACHMANN, Kl. Schr. 2, 95; GHERMANN, op. 8, 401; KIESSLING, Greifsw. 1874; HJORDAN, Herm. 14, 270. ELTER, Donarem pateras. Bonn 1907 (173 S. dazu HEINZE, B. ph. Woch. 1908, 1332). 4, 11 MGITLBAUER, philol. Streifz. 1, 130.

Car m. sa e cul.: WSTEINER, Kreuzn. 1841; AKÜHN, Bresl. 1877; HBESSER, JJ. 133, 692. VAHLEN, Sb. Berl. Ak. 1892, 1005. Waltz u. LAFAYE, Rev. phil. 18, 113. CHRIST, SB. Münch. 1893, 136. Nach Auffindung der Inschrift ($ 234, 6) ist besonders die Frage erörtert worden, ob das Lied während der Prozession von Palatin nach Capitol und zurück oder auf Palatin und Capitol gesungen worden sei; letztere Ansicht ist trotz MOMMSEN eph. ep. 8, 257 (vgl. DRESSEL ebd. 314) die richtige.

Sonst Kritisches, Sprachliches usw. zu Hor. Oden zB. in LACHMANNS kl. Schr. 2, 81, MADVIGS adv. 2, 50, BÜCHELERS coniectanea (Bonn 1878) 10; RhM. 37, 226. RUNGER, analecta Hor., Halle 1877. T Plüss, Horazstudien ... über horaz. Lyrik, Lpz. 1882. ROSENBERG, D. Lyrik des H., Gotha 1883. GEBHARDI, Ästhet. Kommentar z. d. lyr. Dichtt. d. Hor., 2Paderborn 1902. FBOBRIK, Horaz. Entdeckungen (!!) u. Forschungen, Lpz. 1885 (dazu CURSCHMANN, Berl. 1887). VERRALL, Studies ...

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in the odes of H., Lond. 1885. HSACHS, Allit. u. Asson. in d. carmm. Berl. 1903. LBOLLE, d. Realien in den Oden d. H., Wismar 1882 u. a.

10. Übersetzungen der Oden (vgl. ESCHWABE, JJ. 154, 305. 545. 156, 387. 569) besonders von WRAMLER (Berl.2 1818 II), WBINDER (Stuttg.4 1855), vd DECKEN (Braunschw. 1838 II), STRODTMANN (mit lat. Text und Anm., Lpz. 1852), GLUDWIG (Stuttg. 1853. 1860), BACMEISTER (Stuttg. [1871]), THKAYSER (Od. u. Epod., Text u. Übers. mit Erläuterungen, Tüb.1877), CBRUCH, Minden 1885. STÄDLER, Berl. 1901. – 50 Oden übersetzt in GEIBELS class. Liederbuch, Berl.4 1882. 12 Oden u. Epoden übers. von LMÜLLER, Petersb. 1882.

11. Zu einzelnen Oden sind auch Melodien erhalten, zum Beweise, daß man in den Klöstern Horaz gelegentlich gesungen hat: s. ORELLI-BAITERS Ausg. 2, p.

915. KIRCHNER, Novae quaest. Hor. 37. — RvLILIENCRON, D. horaz. Metren in deutschen Compositt. des 16 Jahrh., Lpz. 1888.

239. Die Briefe sind in demselben Maße gehalten wie die Satiren, teilen auch sonst mit ihnen den allgemeinen Charakter von sermones und sind neben ihnen das bedeutendste Erzeugnis der Muse des Horaz. An Frische und Lebhaftigkeit stehen sie freilich den Satiren nach, ja an nicht seltenen Stellen bieten sie, ihrem Charakter als Briefe entsprechend, in Verse gebrachte Prosa, aber sie ersetzen diesen Ausfall durch größere Reife in Ton und Form, Feinheit und Gemessenheit der Betrachtung und bewußtere Kunst der Nuancierung. Bald Darstellungen der Persönlichkeit ihres Verfassers, bald aufgehend in dem persönlichen Zwecke eines wirklichen Briefes, bald eine bestimmte Aufgabe mit der Absicht der Belehrung und rpotporý abhandelnd, zeichnen sie sich demgemäß das einemal durch den feinen Takt aus, womit schwierige persönliche und gesellschaftliche Aufgaben gelöst werden, das anderemal durch die Fülle gediegenen Inhaltes und Gedankenreichtum, letzteres besonders in den Literaturbriefen (in Buch 2 und in dem gesondert überlieferten Sendschreiben an die Pisonen de arte poetica). Diese verfechten namentlich das literarische Glaubensbekenntnis des Dichters mit Wärme, teilweise sogar mit Einseitigkeit: auf die echten hellenischen Muster sei zurückzugehen und in bewußtem Gegensatze zu der formalen Sorglosigkeit der älteren römischen Dichter sei hellenische Form vollendung zu erstreben. Besonders berühmt ist jener Brief über die Dichtkunst, worin eine Reihe ästhetischer Fragen, scheinbar in zwangloser Folge locker aneinandergereiht, in Wahrheit aber doch mit Anlehnung an ein verbreitetes Dispositionsschema abgehandelt ist; zugrunde liegen die aus peripatetischer Quelle stammenden und unter rhetorischem Einflusse weiter entwickelten Lehren der hellenistischen Poetik.

1. Als sermones (im Gegensatze zu Gattungen mit gehobener Sprache) bezeichnen sich die Briefe selbst (ep. 2, 1, 250 vgl. 1, 1, 10 nunc itaque et versus et cetera ludicra

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