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Recht ab z. B. LACHMANN, Kl. Schr. 2, 149, BIRT, Hist. hex. lat. 49, HHARTUNG, De

paneg. ad Mess., Halle 1880, FWILHELM, JJ. 153, 490. Für Tibullischen Ursprung TEUFFEL, Stud. 352, HANKEL, Act. societ. Lips. 5, 45. Properz macht zum Verfasser NÉMETHY (A. 4 a. E.). Vgl. EHRENGRUBER, Linz 1889ff. IX. Von den LygdamusElegien behandeln fünf das Verhältnis zwischen Lygda mus und Neaera, eine (3, 5) ist ein Brief an Freunde. Lygdamus ist der geschiedene Gatte der Neaera und bewirbt sich wieder um ihre Gunst, indem er ihr die Sammlung übersendet und ihre sowie ihrer Eltern (2, 13. 4, 93) Tugenden preist. Der Verfasser ist ein jüngerer, im J. 43 geborener (3, 5, 17) Zeitgenosse und Nachahmer, ganz besonders des Tibull (s. LIERSE aO. 8; KLEEMANN aO. 55), aber ohne seinen Geist, überhaupt von geringerer Begabung, die er durch technische Sorgfalt zu ersetzen sucht, und von Tibull wesentlich verschieden (TEUFFEL, Stud. 372). Ebensowenig kann Ovid der Verfasser sein (ebd. 378). Die Übereinstimmung von 3, 5, 15—20 mit drei Ovidstellen (am. 2, 14, 23. 24. a. a. 2, 670. trist. 4, 10, 6— letztere erst J. 12 abgeschlossen! -) gestattet kaum eine andere Lösung, als daß Ovid der Nachahmer ist. Skutsch PW. 4, 941. Anders CALONGHI, Riv. fil. 29, 273. BÜRGER, Herm. 40, 326. Lygdamus ist ein angenommener Name; jedenfalls gehörte der Verfasser auch zum Kreise des Messalla, daher seine Elegien der Sammlung der Tibullischen einverleibt wurden, was dann hinwiederum zur Folge hatte, daß seine Person völlig dunkel blieb (TEUFFEL, Stud. 381). Vermutungen über den literarischen Kreis des Messalla und über die Entstehung des corpus Tibullianum in ihm bei LACHMANN, KI. Schr. 2, 150. FHAASE, Berl. Jahrbb. für wissensch. Krit. 1837, 40. BÄHRENS, Tib. Bl. 47. BIRT, Antikes Buchw. 426. HILLER, Herm. 18, 343. CARTAULT, A propos

du

corpus Paris 1906. Die Sammlung ist kaum allzulange nach Messallas Tode herausgegeben. Im allg. vgl. AEICHSTÄDT, De Lygdami carmm., Jena 1819. 1823f. 1835. TÖRNEBLADH, De elegiis Lygdami, Calmar 1861. LIERSE, Die Unechtheit v. Tib. B. 3, Bromb. 1875. SKLEEMANN, De libri III carmm. quae T. nomine circumferuntur, Straßb. 1876. Vgl. noch S. 44 Z. 18v. u. Lygdamus (et pan. in Mess.) ed. NEMETHY, Budapest 1906 (wertlos).

5. Über zwei dem Tibull beigelegte Priapea s. § 254, 5.

6. Urteile des OVID. amor. 1, 15, 27 donec erunt ignes arcusque Cupidinis arma, discentur numeri, culte Tibulle, tui, VELL. 2, 36, 3 ... Tibullusque et Naso, perfectissimi in forma operis sui, und QUINTILIAN (10, 1, 93; s. $ 32, 1). Wie Horaz hat auch Tibull eine Vorliebe für dreiteilige Gliederung; s. RITSCHL, op. 3, 633. Aber es ist nicht wohlgetan, das, was ein Gefühl für Gleichmaß eingab, zu steigern bis zu mechanischem Ausrechnen, wie HBUBENDEY, Die Symmetrie der röm. Elegie, Hamb. 1876, und CPRIEN, Symmetrie u. Responsion d. röm. Elegie, Lüb. 1867, 3–36. MAURENBRECHER, Beitr. f. Wachsmuth 56. — Tibulls metrische Technik ist überaus sorgfältig; WMEYER SB. bayr. Ak. 1884, 1038 u. ö. Mit besonderer Anmut versteht er den Pentameter zu bauen, so daß er zum Hexameter einen wohltuenden Parallelismus bildet und doch dabei neu und spannend bleibt. Für die Richtung auf Beschränkung der Verschleifungen, auch der minder anstößigen, ist Tibull das erste Beispiel in größerem Maßstab: Anfänge dazu bei Horaz, s. § 237, 1; nachgefolgt sind Ovid, Grattius, Manilius und Spätere; vgl. HOERSCHELMANN, Phil. NF. 10, 355. Er meidet die Aufeinanderfolge von zwei Spondeen im Pentameter und bildet den Schluß meist durch ein iambisches Wort. Sonstiges über die dichterische Eigentümlichkeit des Tibull s. in LDISSENS Prolegg. p. XXXVII, bei GRUPPE a0. S. 3 u. in TEUFFELS Studien 384. CRUSIUS PW. 5, 2295. MKRAFFT, De artibus Tib. et Lygd. in versibus concinnandis, Halle 1874. WGEBHARDI, De Tib. Prop. Ov.

distichis, Königsb. 1870. Über Metrisches s. LMÜLLERS Ausg. p. XXVII. RBOLTZENTHAL, De re metr. et de genere dicendi Tib., Cüstrin 1874. SKLEEMANN (s. A. 4). PAROLI, De T. arte metr. cum Lygd. comparata, Brescia 1899. BLINKE, Tib. quantum in poesi eleg. profecerit comparato Catullo, Luckau 1877. BEHRLICH, De Tib. elocutione, Halle 1880. JSTREIFINGER, De syntaxi Tib., Würzb. 1882. RSTEHLE, De Tib. puri sermonis cultore, Straßb. 1886. RPICHON, De sermone amat. ap. eleg. script., Paris 1902. Vgl. auch § 32, 4 und 5.

7. H andschriften: Tibull war im früheren MAlter verschollen, vgl. EHWALD, Phil. 46, 639. Die älteste Spur von einer Tibullhs. enthält ein Bibliothekskatalog des 9. Jahrh. (HAUPT, op. 3, 426. GBECKER, Catalogi biblioth. 42) Albi Tibulli lib. II (vgl. A. 3), weiterhin finden sich Spuren einer (Veroneser) Tibullhs. bei Wilhelm von Pastrengo (1290—1365) und in den Flores moral. autor. vom J. 1329 (§ 212, 4). Haupt, op. 1, 276. WMEYER, Spruchverse des Publ., Lpz. 1877, 61. Alle noch vorhandenen Hss. sind ebenso wie die Catull- und Properzhss. jung, die meisten verfälscht, bes. durch die Italiener des 15. Jahrh. (z. B. JAURISPA † 1459, IPONTANUS † 1503 und THSENECA in Ancona um 1420). Die besten Hss. sind ein A(mbrosianus) R 26 sup. s. XIV (einst im Besitz des Coluccio Salutato, § 187, 5. 246, 5) und V(aticanus) 3270 s. XIV/XV. Über den Wert dieser und anderer Hss. (namentlich auch des von Bährens überschätzten G(uelferbytanus) s. XV) s. BÄHRENS vor s. Ausg. p. VII; MROTHSTEIN, De Tib. codd., Berlin 1880. PHILLMANN, De Tib. cod. Ambrosiano, Halle 1886. MAURENBRECHER, Phil. 55, 437. Reiner und viel älter war das von Scaliger benutzte fragmentum peroptimum Cuiacii (F), das aber erst mit 3, 4, 65 (oder einige Verse vorher) begann: Scaligers Vergleichung desselben ist in Leiden, s. HILLER, RhM. 29, 97; JJ. 127, 273. Neben den vollständigen Hss. sind zweierlei Exzerpte erhalten, die von Bedeutung sind, wenn auch die angeführten Verse öfters willkürlich für den Zweck des Exzerpierens verändert wurden. Die wertvollsten sind die Excerpta Frisingensia (Monac. 6292) s. XI, abgedruckt in LMÜLLERS Ausg. d. Tib. p. VIII; JJ. 99, 63; vgl. PROTZEN al. 3. Eine zweite Exzerptensammlung (etwa aus s. IX/X) ist in verschiedenen Abschriften erhalten, die älteste und reichhaltigste ist Paris. 7647 (Thuaneus) s. XII/XIII bei MEYNCKE a0. 381, ferner Paris. 17903 (Nostradam. 188) s. XIII ebd. und bei PROTZEN aO. 22. Auf dieser zweiten Sammlung beruhen auch die von Scaliger benutzten Exzerpte (wahrscheinlich hatte er den Thuaneus selbst zur Hand), ferner die des Vincentius von Beauvais († um 1264) in seinem speculum doctrinale B. 5—7 (vgl. ORICHTER, De Vincentii Bellovacensis excerptis Tib., Bonn 1865 u. MEYNCKE aO. 370. 372. 452. Über andere Exzerpte derselben Herkunft s. LMÜLLER P. VII, BÄhRENS Ausg. p. XIII, vgl. FRANCKEN, in den verslagen en meded. Amsterd. 10 (1866), 30; JJ. 99, 207. PROTZEN, De excerptis Tib., Greifsw. 1869. MEYNCKE, D. Pariser Tibullexcerpte, RhM. 25, 369.

8. A usg a ben: z. B. JJSCALIGER (mit Cat. u. Prop.), Par. 1577 u. sonst (JBROUKHUSIUS), Amsterd. 1708 (mit Wortindex). JAVULPIUS, Padua 1749. GHEYNE, Ips.4 1817 (ed. WUNDERLICH; supplem. von DISSEN 1819). JHVoss (nach Hss. berichtigt, Heidelb. 1811), HUSCHKE (Lps. 1819 II). Erste kritische Ausgabe: ex rec. CLACHMANNI, Berl. 1829. Explicuit LDISSEN, Gött. 1835 II (dazu LACHMANN, Kl. Schr. 2, 145). Recens. BÄHRENS, Lpz. 1878 (Apparat grundlegend). Ed. E. HILLER, Acc. index verborum, Lps. 1885. MARTINON, Paris 1895. POSTGATE, Oxford 1905. NEMETHY, Budap. 1905 (wertlos). Texte von Haupt ($ 214, 11) und LMÜLLER, Lps. 1870.

§ 245. Tibullus (Handschriften und Ausgaben). § 246. Propertius.

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9. Neueres zur Kritik u. Erklärung (s. auch A. 3): BELLING, Albius Tib., Berl. 1897. Krit. Proleg. zu T., Berl. 1893 (verfehlt). Über die aus Unkenntnis der Kompositionsweise vorgenommenen Umstellungen u. a. KARSTEN, Mnem. 15, 211. 305. 16, 39. EMAASS (über gelehrte Anspielungen in 2, 2. 5). Herm. 18, 321. 480. Literatur bei HMAGNUS, JB. 51, 301. CARTAULT (A. 4. g. E.).

10. Metrische Übersetzungen von Graf REINHARDT (Zür. 1783), vSTROMBECK (Gött. 21825), JHVoss (Tüb. 1810), WTEUFFEL (Stuttg. 1853; zum Teil wiederholt in den röm. Elegikern, ebd. 1855, Class. d. Alt., S. 73), WBINDER (4Berl. 1906), AEBERZ (Frankf. 1865). GFISCHER (in modernen Rhythmen), Ulm 1882.

246. Sextus Propertius (geb. um J. 49) war gebürtig aus Umbrien, empfing aber seine Bildung in Rom und wurde, nachdem er sich durch sein Buch Cynthia bekannt gemacht hatte, in den Kreis des Maecenas aufgenommen. Diesem ersten Buche ließ er noch drei weitere folgen. Auch Propertius ist fast ausschließlich Dichter der Liebe, wie Tibullus, aber mehr in der Weise der Alexandriner, d. h. voll mythologischer Gelehrsamkeit und häufig dunkel; indessen an Leben, sinnlicher Frische und verzehrender Glut der Leidenschaft hat er seine Vorbilder weit übertroffen. Die Energie, mit der er jede einzelne Stimmung und namentlich die Stimmungen der unglücklichen Liebe ausschöpft, findet kaum ihresgleichen. So heiß er fühlt, so ist doch noch kräftiger die Reflexion, womit er sich über seine Gefühle stellt, und die Kunst, womit er sie in Gedichten verkörpert. Auch Sprache und Versbau sind nicht glatt, sondern markig, die Gedankenfolge oft abspringend, der Ausdruck manchmal von überraschender Kühnheit. Nachdem Properz schon im dritten Buche den Abschied von der erotischen Poesie vorbereitet hat, füllt er das letzte fast ganz durch Aitiagedichte römischen (italischen) Inhalts, etwa in der Art von Ovids Fasten. Diese (zusammen mit einigen mehr politischen) zeigen uns den Dichter von einer neuen Seite als einen Römer, der mit Stolz auf die Vergangenheit und Gegenwart seines Volkes schaut und sie mit patriotischer Wärme verherrlicht.

1. Der Dichter selbst nennt sich (achtmal) nur Propertius, und ebenso heißt er bei den anderen Schriftstellern: nur Donat. vita Verg. 45 nennt ihn Sex. Propertius; vgl. auch AL. 264 PLM. 4, 158. Der Neapolitanus (A. 5) hat die Überschrift Incipit Propertius; andere Hss. vor B. 1 Incipit monobiblos Propertiä Aurelii Nautae ad Tullum, was keinen Glauben verdient: monobiblos könnte aus MART. 14, 189 stammen (s. A. 1 E.). Nautae ist aus der verdorbenen Lesart bei PROP. 3, 24, 38 Properti, ... navita (anstatt haud ita) dives eras genommen, endlich Aurelius wohl durch Verwechslung mit Prudentius (§ 436, s. denselben Fehler GL. 5, 576, 22) entstanden und nach den Hss. in gefälschte Inschriften (aus Ameria: L. Aurelio Propertio L. f., und aus Hispellum: Sext. Aurel. Propert. Sex. f. Lem.) übertragen. HAUPT, op. 1, 280, vgl. MOMMSEN, Lpz. SBer. 1849, 261. 266. Heimat Umbrien (s. 1, 22, 9. 4, 1, 64. 121), und zwar die Stadt Asisium (4, 1, 125 scandentisque asis, was LACHMANN richtig in Asisi verbessert, Kl. Schr. 2, 248; vgl. unten § 332, 4), wo Propertij

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amores.

auf Inschriften gefunden worden sind (HAUPT aO. 282, Dessau n. 2925!); sein Vater vielleicht bei Cic. de domo 49, ein Verwandter im Besitz des maronatus CIL 11, 5389. Geburtsjahr unbekannt; Properz ist jedenfalls jünger als Tibull und älter als Ovid; s. trist. 4, 10, 53 (oben § 32, 1) und 2, 465 invenies eadem (wie bei Tibull) blandi praecepta Properti ... his ego successi. Er wird zwischen J. 54 und 44 geboren sein. Anderseits führt keine Zeitanspielung über das J. 15 hinaus (4, 6 zu den quinquennales J. 16 und 4, 11, 65 auf P. Cornelius Scipio, Cos. J. 16). Freilich sind deren überhaupt nicht viele. Die Bezeichnung Octavians als Augustus weist auf Abfassung nach dem Januar 27, modo Gallus mortuus (2, 34, 91) nach J. 26 (vgl. $ 232, 2). Tot jedenfalls, als Ovid rem. am. 763 schrieb (zwischen 1 v. und 3 n. Chr.). Früher Verlust des Vaters und Schädigung durch die Ackerverteilungen von J. 41; 4, 1, 127, vgl. 2, 34, 55. Auf Kränklichkeit des Dichters (und frühen Tod) deutet die überaus häufige Beschäftigung mit dem Sterben (z. B. 2, 1, 71. 8, 17. 13, 17. 15, 54. 24, 35. 3, 16, 21. 21, 33), falls das nicht bloß ein poetisches Motiv ist. Bildnis vielleicht (??) erhalten in einer Doppelherme (in der Villa Albani und im Vatican), welche einen jugendlichen, bartlosen, nervös und kränklich aussehenden Römer mit einem griechischen Dichter (Kallimachos ? Philetas ?) vereinigt, s. BRIZIO, Ann. dell' inst. 1873, 105; CROBERT, Arch. Zeit. 38, 35. Freunde Ovid (A. 2), Ponticus ($ 252, 1), Bassus (1,4), Tullus (wohl Neffe des L. Volcacius Tullus cos 33 v. Chr., s. 1, 6, 19), dem er B. 1 widmet, Postumus (3, 12), Gallus (1, 5. 10. 13. 20), Paetus (3, 7). Fast nichts ist zu gewinnen aus den Angaben des Dichters über die Geschichte seiner

Hiernach war seine erste Bekanntschaft nach Anlegung der toga virilis (15.-16. Lebensjahr) Lycinna; 3, 15, 6. Darauf das Verhältnis mit Cynthia. Dieses dauerte angeblich 2—3 Jahre, als 3, 15 verfaßt wurde; s. v. 7; fünf Jahre zur Zeit des (endgültigen?) Abbruchs in 3, 25, 3 (vgl. multos annos 2, 8, 13), wobei die Zeit des Schmollens von 3, 16, 9 (vgl. 1, 1, 6) eingerechnet sein könnte – wenn der Dichter überhaupt rechnete. Cynthia war angeblich älter als Properz (2, 18, 19; vgl. § 214, 3) und starb vor diesem (4, 7, 3), d. h. er wendete sich von der Liebesdichtung ab. Die immer erneuten Versuche, die Geschichte seiner Liebe zu schreiben, dürfen als gescheitert gelten. APUL. apol. 10 accusent ... Propertium, qui Cynthiam dicat, Hostiam dissimulet. Vgl. § 146, 1 gE. Im allgemeinen MARTIAL. 8, 73, 5 Cynthia te vatem fecit, lascive Properti. 14, 189 (mit der Überschrift Monobiblos Properti, worunter ROTHSTEIN, Ausg. 2, 345 'der ganze P. in einem Bande' versteht) Cynthia, facundi carmen iuvenale Properti, accepit famam nec minus ipsa dedit. Iuv. 6, 7. Vgl. PROP. 2, 25, 3. 34, 93. AMARX, De Prop. vita et librorum ordine temporibusque, Lps. 1884. GURBINI, Vita, tempi, elegie di Prop. I, Foligno 1884. BONAFOUS, De Prop. amorib. et poesi, Paris 1894. AGNOLI, Sesto Properzio, Mailand 1898.

2. Verhältnis zu OVID, der des Prop. wiederholt mit warmer Anerkennung gedenkt, trist. 4, 10, 45 saepe suos solitus recitare Propertius ignes, iure sodalicio qui mihi notus erat. Über die zahlreichen properzischen Anklänge bei Ovid s. AZINGERLE, Ovid u. s. Vorgänger 1 (Innsbr. 1869), 109. JAWASHIETL, Similitud. Ovid., Wien 1883, 160. Über das Verhältnis der Heroiden zu PROP. 4, 3 (vgl. § 248, 3) und der Fasten zu 4, 2. 4. 9. 10 (s. A. 4) vgl. § 249, 6 E. Die Einführung bei Maecenas erfolgte erst nach Veröffentlichung des ersten Buches: in diesem finden sich noch keine Beziehungen des Dichters zu den leitenden Männern und Kreisen. An Maecenas gerichtet ist 2, 1 (v. 17) und 3, 9; letztere Elegie lehnt die Aufforderung zur Behandlung größerer Stoffe ab, stellt aber doch zuletzt (daß der Schluß wirklich zu dieser Elegie gehört, ist zweifellos; s. HEIMREICH al. 23) Gedichte nationalen

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Inhaltes (etwa wie die meisten von B. 4) in Aussicht. Properz wohnte, wie Vergil ($ 224, 5), auf dem Esquilin (3, 23, 24), also nahe bei Maecenas; eine solche Innigkeit wie zwischen Maecenas und Horaz machte aber schon die Altersverschiedenheit unmöglich. Zu Augusts Preis Wendungen wie arma deus Caesar dites meditatur ad Indos (3, 3, 1); Caesar dum canitur, quaeso, Iuppiter ipse vaces (4, 6, 14); vix timeat salvo Caesare Roma Iovem (3, 11, 66); lacrimas vidimus ire deo (4, 11, 60). Doch lehnt er ein Epos zum Preise des Herrschers mehrfach ausdrücklich ab (2, 1, 17 u. ö.). Volles Lob Vergils und der noch nicht veröffentlichten Aeneis: 2, 34, 61. Anklänge an.Verg. georg., z. B. PROP. 3, 13, 41 = Verg. georg 1, 21. PROP. 3, 24, 15

georg. 1, 303. Vgl. REISCH a0. 121. 140. ROTHSTEIN, Herm. 24, 1. Horaz wird nie genannt, so wenig als Tibull, Anklänge an den ersteren meist zweifelhafte sind aber bei Prop. nicht selten, wie 2, 24, 17 hoc erat in primis HOR. s. 2, 6, 1; PROP. 3, 2, 17 pyramidum sumptus ad sidera ducti vgl. HoR. C. 3, 30, 2; 3, 9, 17 est quibus Eleae concurrit palma quadrigae vgl. HOR. C. 1, 1, 3; 3, 23, 23 i puer et citus haec HOR. s. 1, 10, 100; mit 4, 6, 65 vgl. HOR. epod. 9, 23; mit ebd. 79 (sero confessum foedere Parthum) HOR. c. 3, 8, 22; mit 1, 6, 11 (horam possum durare) HoR. ep. 1, 1, 82; mit 4, 13, 60 (frangitur ipsa suis Roma superba bonis) HoR. epod. 16, 2 u. dgl. Vgl. MEIEROTTO, De rebus ad auctores class. pertinent. dubia (Berl. 1785), 143. REISCH, Wien. St. 9, 120. Vielleicht darf man aus des Horaz Schweigen über Prop. schließen, daß des ersteren klare Verständigkeit von dem leidenschaftlichen Wesen des jungen Elegikers sich nicht sonderlich angezogen fühlte. Vgl. § 219, 17. 243, 1. Möglicherweise stichelt HoR. ep. 2, 2, 90ff. gerade auf Properz (POSTGATE, Sel. eleg. p. XXXII, BÜCHELER, RhM. 39, 426). Nachahmungen des Tibull: ZINGERLE, Ovid u. 8. Vorgänger 1, 55. 98. 101. 103. 132 und sonst. KUTTNER (s. A. 4 E.) 72. AMARX aO. 41 u. oben § 245, 1. Anklänge an Catull: MAGNUS, JJ. 115, 418. Urteil Quintilians über Prop.: § 32, 1. Ov. a. a. 3, 333 teneri ... Properti. trist. 5, 1, 17 blandique Propertius oris (vgl. 2, 465). MART. 8, 73, 1 lascive Properti. 14, 189 facundi . . Properti.

3. Einteilung in Bücher und gesonderte Herausgabe des ersten durch Properz selbst (daher zum Schluß von B. 1 c. 22 die Selbstvorstellung des Dichters vor dem Leser): 2, 3, 4 turpis de te iam liber alter erit; 2, 24, 1 cum sis iam noto fabula libro et tua sit toto Cynthia lecta foro. Die Aufschrift monobiblos in Hss. ist also sachlich richtig, s. A. 1. EULLMANN, Class. Phil. 4, 45. Das erste Buch zeigt bezüglich der drei- und mehrsilbigen Pentameterschlüsse auffällige Gleichgültigkeit, in den folgenden Büchern treten dieselben mehr und mehr zurück: Properz berücksichtigt hier die feinere (tibullisch-ovidische) Verskunst. LACHMANN (Ausg. v. 1816 p. XXI und in der Ausg. v. 1829) hat das zweite Buch in zwei Bücher zerlegt. Demnach ist B. 1 der Überlieferung B. 1 bei Lachmann; B. 2, 1-9 hs. B. 2 Lm.; B. 2, 10—34 hs. B. 3 Lm.; B. 3 hs. B. 4 Lm.; B. 4 hs. B. 5 Lm. Lachmann verwendet zugunsten der Zerlegung von B. 2 namentlich 2, 13, 25, wo PROPERZ in der Ausmalung des eigenen Leichenbegängnisses sagt: sat mea sit magna, si tres sint pompa libelli, quos ego Persephonae maxima dona feram, was, obwohl den Hss. nach zu B. 2 gehörig, doch in B. 3 gestanden haben müsse; doch s. z. B. REISCH, Wien. Stud. 9, 94. Lachmann läßt ein neues Buch mit 2 (3 Lm.), 10 beginnen: dieses Gedicht sei zur Widmung eines Buches an Augustus bestimmt (entsprechend 2, 1 an Maecenas). Bedenklich ist, daß das einzige Zitat mit Buchangabe aus Properz (bei NONIUS 169, 32 Propertius elegiarum libro III iam liquidum nautis aura secundat iter' = 3, 21, 14) für die Buchzählung der Hss. gegen Lachmann spricht;

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