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öfnung der Zeitschrift (Ostern 1845) verweise, entgeht mir selbst am wenigsten, dass der Plan nicht ganz so wie er mir vor Augen stand, immer ausgeführt werden konnte. Aber wer mit den Sorgen und Mühen eines Redacteurs bekannt ist, wer die fast ans Unmögliche grenzende Schwierigkeit aus Erfahrung kennt, eine Zeitschrift einem bestimmten Plane gemäss zu leiten, der wird dafür kaum noch eine Entschuldigung verlangen, vielleicht aber meiner Zeitschrift das Zeugnis nicht versagen, dass sie mannigfach eingegriffen und nach den verschiedensten Seiten anregend, ergänzend und belehrend gewirkt habe. Das aber war und wird die Hauptsache sein.

Ich werde meinen Herren Mitarbeitern, die ich hiemit freundlichst und angelegentlichst zur fleissigen Teilnahme cinlade, auch künftighin rücksichtlich der Wahl und der Bearbeitung des Gegenstandes gern die allergröste Freiheit lassen, indem ich vertraue, dass sie selbst mit richtigem Gefühle immer das treffen werden, worauf es eben ankommt. Nicht auf Laune und Liebhaberei des Einzelnen, sondern darauf kommt es aber an, was der Wissenschaft not thut.

Zum Vorliegenden bemerke ich nachträglich, dass mein Hr. College Kosegarten die Güte gehabt hat, die in No. I enthaltenen syrischen Worte lateinisch zu umschreiben und dass No. II und III, wegen der nötig gewordenen Unterbrechung so lange liegen geblieben, bereits im Anfange des Jahres 1848 geschrieben sind. Die Herren Verfasser, denen ich bestens danke, sowie diejenigen, deren wertvolle Zusendungen ich für das nächste Heft zurücklegen muste, werden dergleichen einzelne Vespätungen als unvermeidlich gütigst entschuldigen.

Berichtigungen etwaiger Druckfehler erbitte ich immer für das folgende Heft. Greifswald den ersten December 1850.

A. Hoefer.

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Diese Wortstämme näher zu untersuchen und in das Gewirr der lexikalischen Angaben für alle zugehörigen Wörter einen klaren, vollständigern und haltbarern Zusammenhang zu bringen, als ihn die ge

1) Nach des Verfassers Wunsche habe ich seiner Abhandlung einige Anmerkungen beigefügt, jedoch nur um Einzelnes zurechtzulegen und nachzutragen, nicht um Alles, worin ich von ihm abweiche, zu erörtern. Diess würde ohne eine ausführliche Darlegung meiner Ansichten über semitische Lautsymbolik, Wortbildung und Bedeutungsentwicklung überhaupt der rechten Begründung entbehren und von wenig Nutzen sein. Im Allgemeinen nur so viel: ich glaube im Semitischen nicht an ursprünglich dreiconsonantische Stämme, wie der Vf. für die obigen „Lautcomplexe“ annimmt, und finde auch hier eine Ableitung von den Wurzelsilben saf u. S. W. deutlich vorgezeichnet. Auch der Aufstellung einer zweiten Wortfamilie mit urverschiedener, unserem zwerch entsprechender Grundbedeutung kann ich nicht beistimmen. Aus den specifisch verschiedenen Bedeutungen der hierher gehörigen zweiconsonantischen Wurzeln fliessen auch die jener angebliwiss vielfach irrigen und zum Theil sinnverfälschenden Darlegungen bei Gesenius (Thes. I, 426. 555. II, 966. III, 1183 ff. Handwrtb. II, 763, 4. A.) und E. Meier (Wurzelwrtb. 199 - 204) gegeben haben, dazu ward uns in der Bibelstelle Jud. 7, 3 das vereinzelte 9394 ein, wie es erst schien, unwichtiger, und für die Mühe der Forschung unverhältnissmässiger Anlass. Aber das auf dem weiten Umweg Gefundene versprach bald einen so reichen Gewinn für die semitis che, und als Beispiel des sprachlich Möglichen zugleich für alle Wortforschung, dass es uns für den Fall der Bewährung durch Kundigere gar nicht reuen durfte, nach anderweiter Aufklärung jener Stelle auch an dem dadurch gleichgültiger gewordenen dr. dey, nicht vorübergegan

gen zu sein.

.מהר הַגִּלְבֹּעַ schlagenen

Dort war nämlich das geographisch, wie Hr. Bertheau nachweist, unerträgliche gym ano. viel leichter zu beseitigen als mit dem ganz unpassend dafür vorge

Denn trifft auch diess Gilboa mit den angegebenen Lager- und Kampfplätzen (6, 33. 7, 1. 22. Winer Realw. I, 428. 465 3. A.) ungefähr zusammen, so ist doch nicht abzusehen, warum jenen Entbehrlichen, zur Umkehr Aufgeforderten, da diese Umkehr der Aufforderung gleich nachfolgt (w;), erst noch der Ort, von wo sie umkehren sollen, genannt wird. Es genügte ja, nachdem der Lagerort, wo auch

chen zweiten Familie. Innerhalb der ersten aber hat der Vf. mit geübtem Sprachgefühl die richtig aufgefundene allgemeine Bedeutung der mit einem Zischlaute anfangenden Stämme durch einige ihrer Umgestaltungen und Verhüllungen glücklich durch. geführt, wogegen Anderes durch eine genauere Untersuchung auch hier in Wegfall kommen möchte.

Prof. Fleischer.

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jene Aufforderung ergeht, schon V. 1 bezeichnet ist, die „Furchtsamen“ einfach „von hier umkehren zu

" heissen. Dagegen war Gilead als Heimathsort der Meisten im Heere (6, 35. Jos. 17, 5 ff. Dt. 3, 13), wie als sonst gewohnter transjordanischer Zufluchtsort (1 Sam. 13, 6 ff.) wohl erwähnenswerth; und um dies unveränderte 74227 als solches Ziel der sofortigen Rückkehr genannt zu sehen, darf man nur 170, statt des vor 377 aus sonstiger Gewohnheit den Uebersetzern und Punctatoren nahe gelegten, aber nach den Ortsverhältnissen unmöglichen 172, vielmehr nach 2, 17. 20, 23. Dt. 9, 12. Jos. 2, 5 eilends punctiren, so dass 377 Local - Accusativ wird. Denn der Zusammenhang verlangt ja offenbar: „Wer furchtsam und zaghaft ist, der mache, dass er fort komme, und eile zurück in das sichere, heimatliche Gilead.

So muss denn diesem 70 auch das noch zweifelhafte vereinzelte 1989 entsprechen, für welches die nach Abulwalid von Gesenius u. A. angenommene Deutung ,,er kehre um“ mit 17703 Reif (Jos. 28, 5. u. a.) und dem arab. peis nimmermehr erwiesen, und neben W dicht davor obenein ganz überslüssig ist. Jenes vermeinte, nur aus dem „Reif“ oberflächlich errathene „in orbem ivit“ ist dem gesammten semitischen Wort

ויצפר

,ספר ,טפר ,זפר wie seinen Verivandten , צפר stamme

50 völlig fremd, und nicht einmal den am 5haedus (gleichfalls unrichtig) entdeckten „Bocksprüngená analog. Aber wo sonst eine für die „eilige Rückkehr“ passende Bedeutung im Bereiche jenes 99% und seiner Sippschaft zu finden, und an welchem Glied der grossen, schon von Gesenius geahnten, nur unrichtig geschiedenen Doppelkette diess einzig übrige biblische 9959 unterzubringen ist, das kann sich erst nach vollständiger Durchmusterung und Sonderung aller Glieder mit Sicherheit ergeben.

Unverkennbar nämlich, und im Arab. bei 15%, 90 schon durch das wo und wo, b und geschie

so den, zieht sich durch den ganzen bunten Tross jener sichtbar laut- und sinnverwandten Wörter nicht, wie E. Meier in seiner höchst willkührlichen Weise voraussetzt, nur Eine an den ersten zwei Lauten haftende Grundbedeutung hin (wie entschieden unstatthaft das auch hier an die Spitze gestellte „Zusammenziehn“ ist, wird sich bald von selbst erweisen), sondern eine zweifache, aber von vorn herein durch alle drei Wurzellaute gegebene Grundrichtung der Bedeutungen, die sich nur wie gewöhnlich durch die Mannichfaltigkeit der Anwendungen weiter vervielfacht.

Jene Laut - Complexe

6

-malen, wie wir umzei שפר ,ספר ,זפר ,צפר ,טפר

felhaft erkannt zu haben glauben, einerseits :

I. sach- und schall nachbildend, ähnlich den Wurzeln wa, wag, (vaigw), scab, scalp, oxago, scharf, rasp, ritz, reiz, ursprünglich (A) ein Kratzen, Krallen, (fühl- und hörbar), und diesem zunächst entsprechend noch Vieles, was (B) von Gehör-, (C) Gesichts-, (D) Geruchs - Eindrücken, jenen Gefühl- Reizungen ähnlich ist; andrerseits aber

II. rein sach - nachbildend, ähnlich unserm zwr (in zwerch = quer, niederd. dwer) ein Legen oder Bewegen in übereinander gehender Richtung. Hiernach gehören

I. zu A
a) in eigentlicher Anwendung:
1-7. Acte und Werkzeuge des Krallens,

Kratzens : 1*) pes Conj. I. II. IV. VIII. Krallen, Kratzen, ein*

krallen, erkrallen. Zabisch: tnfr.

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