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C. SALLUSTIUS CRISPUS

FÜR DEN SCHULGEBRAUCH

BEARBEITET UND ERKLÄRT

VON

DR. FERDINAND HOFFMANN,

PROFESSOR AM REALGYMNASIUM IN GERA.

TEXT.

BERLIN

WEIDMANNSCHE BUCHHANDLUNG.

1899.

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5-1-29 19444 27.

Vorwort

von

Die vorliegende Schulausgabe des C. Sallustius Crispus, die aus einem mehr als zwanzigjährigen Unterrichte hervorgegangen ist, enthält nur die beiden wichtigsten Schriften desselben, die Entdeckung der Catilinarischen Verschwörung und die Geschichte des Iugurthinischen Krieges und zwar ohne jede Kürzung, dagegen sind die Bruchstücke aus den Historien nicht aufgenommen, da sie dem Verständnisse zu grosse Hindernisse bereiten und schliesslich doch kein abgerundetes und übersichtliches Ganzes bilden.

Der Text stützt sich im wesentlichen auf die kritische Ausgabe Heinrich Jordan (dritte Ausgabe 1887, Berlin, Weidmann), nur an wenigen Stellen ist im Interesse der Lesbarkeit des Textes für den Schulgebrauch abgewichen worden, besonders Catilin. 31,5: si iurgio statt: sicut iurgio; 43,1: in agrum suburbanum statt: in agrum Faesulanum; Iugurth. 53,8: exortum statt: mutatur; 94,1: qui escensuri erant statt: qui e centuriis erant; 97,5: Denique Romani, veteres novique, si quos ...

statt: Denique Romani [veteres novique)... et ob ea scientes belli, si quos...; 108,2: quo remoto res communis statt: quo res communis.

Da die Sprache des Sallust den Schüler anfangs an sich schon fremdartig anmutet, so sind alle Formen vermieden worden, die das Verständnis erschweren

und Verwechselungen herbeiführen können, wie die Accusative Pluralis auf is statt es, die Genetive Singularis auf i statt ïi, sowie die Nominative und Accusative der zweiten Deklination auf os und om statt us und um

Zur Förderung des Verständnisses soll erstens beitragen die vorausgeschickte kurze Einleitung über das Leben, die Werke und die Sprache unseres Schriftstellers, ferner reichliche Zeichensetzung, besonders aber die Zerlegung der Schriften in Haupt-, Neben- und Unterabteilungen mit geeigneten Überschriften; hierbei ist vor allem Gewicht gelegt auf die Unterscheidung zwischen Vorgeschichte und eigentlicher Geschichte, sowie zwischen Ursachen und Vorbedingungen der Ereignisse und den Ereignissen selbst; ferner soll der Schüler in den Stand gesetzt werden, überall einen bequemen

Überblick über das Ganze und einen klaren Einblick in die Dauer und den Gang der einzelnen Ereignisse zu gewinnen.

Die Anmerkungen sollen die Arbeit des Lehrers nicht überflüssig oder entbehrlich machen, sondern sollen ihr vorarbeiten und dazu beitragen, dass die Klassenlektüre möglichst schnell von statten geht und dabei doch eine gute und fliessende deutsche Übersetzung erreicht wird. Es sind daher nicht nur kurze sachliche Erläuterungen und Erklärungen von Eigennamen u. S. w. gegeben, die der Schüler schon bei der Vorbereitung zum Verständnis nötig hat, sondern es sind auch Wortbedeutungen, die der Schüler im Wörterbuche entweder gar nicht oder nur mit vieler Mühe auffinden kann, teils geradezu angegeben, teils durch geeignete Hinweise dem Schüler nahe gelegt, so dass er sie ohne Schwierigkeit finden kann, kurz, es ist alles besprochen, was dem Schüler eine zulässige und dabei wirklich erspriessliche Erleichterung gewähren kann. Dem Lebrer bleibt dann noch die wichtige Aufgabe, im Unterrichte das Gelesene durch weitere sachliche Erklärungen, Charakteristiken, Vergleiche, ästhetische und geschichtliche Betrachtungen u. s. w. zu vertiefen und dem Schüler stets den Zusammenhang der einzelnen Stelle mit dem Ganzen gegenwärtig zu halten.

Möchte meine Ausgabe sich brauchbar erweisen und überall freundliche Aufnahme finden.

Gera, den 18. März 1899.

Dr. Hoffmann.

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