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VORWORT ZUR ZWEITEN AUFLAGE.

Für die vorliegende Neubearbeitung des dritten Bandes von Joachim Marquardt's römischer Staatsverwaltung sind die nämlichen Gesichtspunkte massgebend gewesen, welche H. Des sau und A. v. Domaszewski in der Vorrede zur zweiten Auflage des zweiten Bandes kurz dargelegt haben. Bei einer so kurz nach des Verfassers Tode erscheinenden neuen Bearbeitung musste nicht nur jede Aenderung in Bezug auf Auswahl und Anordnung des Stoffes, sondern auch jede tiefer gehende Umgestaltung des Textes von vorn herein ausgeschlossen bleiben. Nur an einigen wenigen Stellen, wo es sich um offenbare und leicht zu beseitigende Irrthümer handelte, habe ich kein Bedenken getragen, kurzer Hand das Richtige einzusetzen; im übrigen sind meine Zusätze sämmtlich als solche durch Klammern) kenntlich gemacht. Das in den Anmerkungen

( niedergelegte Beweismaterial ist einer durchgehenden Revision unterzogen und durch Heranziehung der von Marquardt übersehenen oder seit dem Jahre 1878 neu hinzugekommenen Litteratur ergänzt worden. Da der resumirende Charakter, in dem ein grosser Vorzug des Marquardt'schen Werkes begründet ist, entschieden gewahrt werden musste, habe ich geglaubt, mit meinem eignen Urtheile, soweit es von dem Ma rquardt's abwich, möglichst zurückhalten und eine Polemik zwischen Text und Zusätzen so lange vermeiden zu sollen, als es ohne Schaden der Sache thunlich war: bei manchen wichtigeren Fragen allerdings, an die sich weitergehende Folgerungen anschlossen, war eine Andeutung meiner gegentheiligen Auffassung nebst kurzer Begründung nicht zu umgehen. Dass einige Erscheinungen der neuesten Litteratur nicht berücksichtigt worden sind, hat seinen Grund darin, dass der Druck des Bandes länger als ein Jahr gedauert hat und in seinem letzten Theile in Folge äusserer Gründe eine Unterbrechung erfahren musste : so ist es auch gekommen, dass der zweite Band dieses Werkes noch nach der ersten Auflage citirt ist, da beim Erscheinen der zweiten der grösste Theil dieses Bandes bereits gedruckt

war.

Den Abschnitt über die Spiele hat wiederum Herr Prof. L. Friedlaender bearbeitet. Das beigegebne Register ist neu zusammengestellt.

Ich habe mich bestrebt, dem Buche in der neuen Gestalt seine alte Brauchbarkeit zu erhalten: wenn es mir gelungen sein sollte, so fällt ein grosser Theil des Verdienstes den Herren W. Helbig, 0. Hirschfeld, Th. Mommsen und A. Reifferscheid zu, durch deren gütigen Beirath ich aufs ausgiebigste unterstützt worden bin: ihnen auch an dieser Stelle meinen w

: herzlichen Dank auszusprechen, ist mir ein aufrichtiges Bedürfniss.

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Breslau, im Juni 1885.

Georg Wissowa.

INHALT.

IV. Das Sacralwesen.

Einleitung

Der römische Cultus ein Theil der Staatsverwaltung S. 1. Verschiedenheit des griechischen und römischen Cultus 2. Die Veberlieferung 3. Die Aufgabe der folgenden Darstellung 4.

Die Epochen der römischen Religionsgeschichte.
Erste Periode. Der römisch-sabinische Götterkreis.

Dii certi, nicht bildlich dargestellt 5, sondern Abstractionen 6. Die Indigitamenta 7. Götternamen der Indigitamenta 11. Sie bezeichnen verschiedene Functionen der göttlichen Einwirkung 18, welche sich indessen zum Theil zu selbständigen Gottheiten entwickeln 20. Dii selecti 24. Die Hauptgottheiten des alten Rom 25.

Zweite Periode. Von dem Ende der Königsherrschaft bis

zu den punischen Kriegen. Erweiterung des ursprünglichen Götterkreises 31. Verfahren gegen fremde Culte. Dii novensides und indigetes 36. Griechischer Einfluss 37. Veränderungen der sacralen Institutionen durch die politischen Verhältnisse 39. Die sibyllinischen Bücher 42. Die Lectisternien 45. Die Supplicationen 48. Politische Bedeutung des griechischen Cultus 51. Betheiligung der Plebejer an den Priesterthümern 55.

Dritte Periode. Von den punischen Kriegen bis zum Ende

der Republik. Einfluss griechischer Philosophie. Euhemerus 57. Ennius 58. Scaevola. Varro 60. Verweltlichung der Priesterthümer 64. Verfall des Cultus 66. Dii incerti 67. Identification der römischen Götter mit den griechischen 68. Verfall der Religion überhaupt 70.

Vierte Periode. Die Kaiserzeit.

Götterculte. Restitution der alten Culte 72. Wiedererwachen des religiösen Bedürfnisses 73. Orientalische Culte 74. Mater magna. Bellona 75. Isis 77. Sabazius. Adonis. Mysterien der Demeter. Judenthum 82. Sol von Emesa. Dea Syria.
Jupiter Heliopolitanus 83. Jupiter Dolichenus. Mithras 84. Monotheismus 86.
Büssungen 87. Taurobolium 89. Der Cult der Kaiser 90.

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Constantin d. Gr. Seine Nachfolger 115. Julian. Gratian 116. Die

Tempel in Rom. Theodosius d. Gr. 117. Aufhören des römischen Cultus 118.

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