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MEINEM

VEREHRTEN COLLEGEN

PROFESSOR DR. PHIL. IWAN MÜLLER

IN ERLANGEN.

VORWORT.

Da die vorliegende Ausgabe am ehesten neben der Commentarausgabe von W. Weissenborn gebraucht werden dürfte, so ist der Text der letzteren (Berlin 1872) zu Grunde gelegt, und in Rücksicht auf Orthographie sowie in kritischen Fragen von untergeordneter Bedeutung so viel als möglich ein Anschluss an dieselbe erstrebt, sonst aber Manches, vorzugsweise nach Madvig, abgeändert worden, worüber der auch diessmal wieder durch schätzenswerthe Beiträge zur Texteskritik von Professor Dr. Carl Heräus bereicherte kritische Anhang nähere Auskunft giebt. Für eine durchgreifende Recension des Textes, namentlich für die Erledigung der Frage, wie weit durch die Lesarten des codex Spirensis die Ueberlieferung des codex Puteanus auch in der ersten Hälfte der dritten Dekade modifiziert werde, schien weder jetzt schon die rechte Zeit noch hier der geeignete Ort zu sein, wesshalb auch der Herausgeber die Lesarten des von ihm zuerst verglichenen und dem Puteanus am nächsten stehenden cod. Vaticanus Regin. 762 im Anhange mitzutheilen unterlassen hat.

Dagegen ist für die Sacherklärung ein Kärtchen des Schlachtfeldes am trasimenischen See beigegeben worden, eine genaue Copie der wohl Wenigen zugänglichen Generalstabskarte, wozu man die weiteren Erläuterungen von Nissen im rhein. Museum 22, 565 ff. vergleiche. Was die Schlacht bei Cannä betrifft, so kann die Abhandlung von Schillbach noch nicht befriedigen, weil sie die Angaben der verschiedensten Autoren in ein Bild zu vereinigen trachtet, während wir vielmehr die fabianische Darstellung als wesentlich verschieden von der polybianischen ansehen müssen; desshalb wurde in Rücksicht auf Topographie in den Anmerkungen nichts Genaueres gegeben und die ganze Frage für eine nochmalige Untersuchung an Ort und Stelle aufgespart.

Livius. B. 22.

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