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fie fürchtet die Fulvia möchte endlich damit herausplaßen, und die Brüder des Calandro möchten es merken, wenn sie sie alle Augenbli. ce von dem Lidio reden hörten. Fulvia ruft in dem Hause die Samia, und diese begiebt fich hinein, weil sie ohnedem jemand kommen sieht,

Achter Auftritt. Der weibliche Lidio. Tannio. Das Mädchen Lidio erfährt von iþrem Be dienten, daß in dem Hause des Perillo ihres Herrn alles zu ihrer Verhenrathung mit seiner Tochter zurechte gemacht werde, daß die Braut sehr vergnügt sen, und daß man glaube, der Bråutigam werde es nicht weniger senn. Santilla wil verzweifeln und wünscht sich den Tod, welchen sie ohnedem nicht entfliehen könne, weil der Vater und die Murter seiner Braut, wenn fie die Wahrheit erfahren sollten, ihn gemiß würden tódten la Ten. Tannio tröstet sie, und bestårkt sie zugleich in dem Vorfaße, sich den ganzen Tag über in dem Hause nicht fehn zu las laffen. Er fügt hinzu der Liebeshandel mit der Dame, zu welcher sie in Frauenzimmerkleidern gehen solle, komme gleich zu gelegener Zeit, fie den Tag über zu verbergen. Er hat die Kleider bereits zu rechte gelegt; Santilla billiget alles und sie begeben sich weg, um den Ruffo aufzusuchen, und den Herbenkommenden aus dem Wege zu gehen, weil sie immer befürchten, es

möchte

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möchte jemand aus dem Hause des perillo ihres Herren fenn.

Neunter Auftritt.

Teffenie. Calandro. Telfenio fömit ganz allein und sagt, daß er seinen Herrn den Lidio als ein Frauenzimmer verkleidet habe. Er habe ihm eben die Kleider angelegt, die er zu tragen gewohnt gewesen, wenn er die Fulvia befucht, und habe ihn in ein Zimmer des untersten Stod werks gebracht. Da nun folle er den Calan: dro empfangen, und es sey bereits alles schon so eingerichtet, daß er, wenn die Fenstezugemacht wurden, sich davon machen und an seis ner Statt ein Weibsbild hineinlassen könne, die er schon dazu bereit halte. Calandro Fey ro albern, daß er Ben Betrug gewiß nicht merken werde. Calandro kommt dazu und fragt, ob er einen Koffer gefunden habe ; Teflenio sagt ja, und versichert ihn, daß er so groß fen, daß er vollkommen Raum darinne habe; ohne sich die Glieder ausrenken zu lassen. - Calandro fragt ihn, ob er in dem Koffre wache bleiben můjle, oder ob er schlafen könne. Teflenio, um sich mit seiner Dummheit eine Luft zu machen, sagt ihin, daß man machen müsse, wenn man zu Pferde Ten, daß man auf den Gassen gehe, am Lifche esse, auf den Stühlen siße, in dem Bette fchlafe, und in den Koffern sterbe. Calans

dro

dro fragt ihn, wie dieses zugehe, und Teffer nio zeigt ihm auf eine komische Art, wie man es machen müsse, wenn man sterben und wieder lebendig werden wolle. Calandro macht einen Versuch

, damit und findet es ausserordentlich schón. Tessenio giebt ihm den Rath ber feia ner Frau vorzugeben, er reisete auf einen Tag auf das Land, damit sie ihn nicht erwarte, und

geht ab.

Zehnter Auftritt.

Calandro. Fulvia. Calandro ruft seine Frau, und sagt ihr, daß er aufs Land zu seinem Sohne reisen wolle, und noch den Abend vielleicht wieder kommen werde. Fulvia wünscht ihm glückliche Reise', 'ben Seite aber wünscht sie ihm alles nur endenkliche Uno glück, und der Aufzug schließt sich.

Dritter Aufzug.
... Erster Auftritt.

Teffenio, allein. *Teslenio kommt mit den Kleidern des Calandro, der er, wie er sagt, in einem weiten Dberkleide in den Koffer geschlossen habe.s. Er fagt; Lidio fer auch schon als Frauenzimmer verkleidet, und eben wird er den Paftråger mit: dem Koffer von ferne gewahr und zugleich das Weibsbild, welche des Lidio Stelle vertreten sou

Zwens

Zteyter Auftritt. Tessenio. Ein Weibsbilb. Ein Paftråget. Calandro. Die Schergen vom Zollhause.

Das Weibesbild zeigt sich dem Tessenio, der ihr ihre lection lernt. Indem aber der Pak. tråger mit dem Koffer anlangt, halten ihn die Schergen vom Zollhause an, und fragen, was darinne ren. Nach einigem Wortwechsel sage der Paktråger, man habe ihm gesagt, es wås ren feidene Waaren darinn. Man fragt ihn, ob sie in dem Zouhause frey gemacht wåren, und endlich wollen die Schergen den Koffer visitiren. Teslenio will über diesen Queerstrich rafend werden, und um den Handel wieder gut zu ma. chen, bittet er das Weibsbild, recht stark zu weinen. Weil die Schergen sehen, daß der Kuffer mit feinem Schlüssel verschlossen ist, so machen sie ihn auf, und glauben, es sen ein todo ter Mensch. Teflenio mischt sich ir. das Ges språch, und fragt sie, was sie machen. Die Schergen sagen, sie hätten einen Koffer mit Waaren zu visitiren geglaubt, und einen tobten Menschen darinne gefunden. Tessenio sagt, es sen der Mam dieses Weibsbildes, welches fo sehr weine. Die Schergen fragen sie, warum man den Todten auf diese Art in einem Koffer fortschaffe, unb Tessenio antwortet, es gefchea he aus Vorsicht; der gute Mann fen an der Peft gestorben, er habe ihn also in den Koffer legent

laffen,

lassen, und wolle ihn, so wie er ist, in den Fluß werfen.

Calandro macht die gelernte Ceremonie des Auferstehens, und springt aus dem Koffer. Die Schergen, der Paktråger und das Weibesbild laufen erschrocken davon. Calandró zanft mit dem Tefsenio, weil er ihn in den Fluß werfen wollen, und schlågt iħn mit der Faust. Teslenio entschuldiget sich auf eine komische Art, und überredt ihn, daß er es zu seinem Besten gethan habe. Er sagt ihm zugleich, daß dieser Queerstrich ihn verhindern werde, die Santilla heute noch zu sehen, und Calandro versichert, daß er in allem Ernste sterben werde, wenn er nicht bald zu ihr kommen könne. Teffenio schlågt ihm also vor, an die Stelle des Paftrågers zu treten, den Koffer auf den Buckel zu nehmen, und ihn in das Haus der Santilla zu tragen; er wolle mit ihm geben, und ihn vor den Kistenmacher ausgeben, welcher den Koffer gemacht habe, und unter diesem Vorwande könne er in das Zimmer der Jungfer fommen.

Calandro nimmt den Koffer auf den Rücken und Teljenio sagt ihm, er solle Hur vorangegen, und ihn an der Haußrhůre der Santilla erwarten. Calandro geht fort, und weil Teslenio die Samia fommen sieht, so will er einen Augenblick mit ihr fchmaßen, um sich über den Calandro mit ihr aufzuhalten, welchen er lange mit den Koffer auf den Buckel, warten lassen wolle,

R

Dritter

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