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ben, wieder vom neuen anzufangen und ihren Nue Ben daraus zu ziehen.

Siebzehnter Auftritt.

Samia. Ruffo. Samia heißt den Ruffo hineingehen; ihre Frau, sagt sie, fey in dem Zimmer gleich an der Thüre, nachdem sie ihren Mann in einem andern gelassen.

Achtzehnter Auftritt.

Samia. Teffenio. Tessertio will ins Haus gehen, um mit der Fulvia zu sprechen. Samia hindert ihn baran, weil der Schwarzkünstler ben ihr fen, und geht wieder hinein. TefTenio sagt, Lidio habe plóßlich Lust bekommen, die Fulvia zu besuchen, er wolle ihr daher gern zuerst Nachricht davon bringen. Er sieht ben Ruffo herauskommen und geht hinein.

Neunzehnter Auftritt.

Ruffo allein.
Er geht vergnügt über die Unterredung, die er
mit der Fulvia gehabt, fort. Er sieht ein
Weibsbild, die auf ihn zukommt und ihm
winft.

Zwanzigster Auftritt.
Tannio, als ein Frauenzimmer verkleis

det. Ruffe.
Tannio, nach einer sehr komischeu Scene,
giebt fich zu erkennen, und sagt ihm, daß fich

auch

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auch, Lidio als ein Frauenzimmer gekleidet ha: be, und gleich fommen werde. Sie werden die Fulvia an der Hausthüre gewahr, und verbers gen fich.

Ein und zwanzigster Auftritt.

Sulvia. Teffenio. Fulvia fagt zu dem Teffenio, daß sie wieder herein gehen und ihren Mann aus dem Hause schaffen wollte, damit sie mit ihrem Liebs haber desto freyer seyn fónne. Teflenio bleibt einen Augenblick Allein, und freuet fich über das Glück seines Herrn, besonders wegen seiner Schwester, wenn er sie einmal wiederfinden und dem Versprechen der Fulvia gemäß, mit ihrem Sohne verheyrathen könnte. Er sieht den Calandro zum Hause Herauskommen, und weil er aufgehalten zu werden befürchtet, begiebt er sich weg, feinem Herrn Nachricht zu bringen.

Zwey und zwanzigster Auftritt. Calandro. Der weibliche Lidio. Der wahre Lidio. Beyde als Frauens

zimmer gekleidet. Indem Calandro aus dem Hause gehet, wird er gleich Anfangs einen von den zwey Lis dios gewahr, und glaubt es fer feine Gebieterin. (hier ist ein Theaterspiel anges bracht, welches fich auf dem Papiere nicht erklären läßt.) Die beyden Lidios stehen, der eine auf dieser und der andere auf der

an

andern Seite des Theaters. Calandro stehet in der Mitte und spielt die Scene und wenn er mit dem einen von ihnen redet, so geschieht es oft, daß er den andern ins Gesicht bekommt. Er glaubt sich zu betriegen und gehet bald zu dem einen, bald zu dem andern, ohne daß sich die benden Lidios einmaht zu sehen bekommen. Endlich ergreift der wahre Lidio, welchen die Gegenwart des Calandro stubig macht, den Entschluß, wieder nach Hause zu gehen, sich wieder auszuziehen, und die Fulvia ein andermal zu besuchen. Calandro wird durch seine Ungewißheit unruhig gemacht und glaubt endlich, seine Gebieterin sen diejenige, welche eben abges gangen ist, und folgt ihr nach. Der weibliche Lidio sieht sich nunmehr allein und geht in das Haus der Fulvia, welche wie er sagt, inner. Halb der Thüre stehe und ihm winke. Ende des Zufzuges.

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Vierter Aufzug.

Erster Auftritt.

Fulvia. Samia. Fulvia kommt zum Hause Heraus und ruft die Samia in größter Eilfertigkeit

. Samia erscheinet und bekommt Befehi sogleich zu dem Schwarzkünstler Ruffo zu gehen, und ihn herzuhuhlen. Sie begiebt sich eiligst fort, und Fulvia bleibt allein, und beklagt fich Heftig

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über

über das ihr zugestossene Unglück. Nach vielen Ausrufungen sieht sie endlich den Ruffo fom men.

Zweiter Auftritt

Ruffo. Fulvia. Fulvis redet ihn weinend an, und sagt, fie wisse nicht, über wen sie sich eigentlich beklagen solle, ob über ihre eigene Unwissenheit, . Over über ihn, weil sie fein Geist betrogen und zu Grunde gerichtet habe. Sie sagt ihm, sie habe Wåhrend der Unterredung mit dem Lidio wahrgenommen, daß er eben so starcke Brüste habe, als sie, und endlich habe er es ihr selbst gestanden, daß er ein Mädchen geworden sey. Ruffo tröstet sie und verspricht ihr den Lidio, wenn ihn Der Geist ganz und gar in ein Frauenzimmer follte verwandelt haben, wieder in seinen ersten Zustand zu legen. Fulvia verspricht ihm eine grosse Belohnung, wenn er ihr sein Wort Halte. Sie erklårt sich deutlich, daß sie verlange, Lis dio solle fie in Frauenzimmerkleidern, nicht aber als ein Frauenzimmer, besuchen. Ruffo stelle fie aufs neue zufrieden, und sie geht wieder in das Haus. Ruffo bleibt allein und lacht über die Leichtgläubigkeit der Fulvia, indem er der weiblichen Lidio und den Tannio fommen fieht.

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Dritter

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Dritter Auftritt.
Ruffo. Der weibliche Lidio. Tannio.

Indem sie Ruffo sieht, beklagt er fich, daß fie nicht als Frauenzimmer gekleidet sind, und erzehlt ihnen alles, was sich mit der Fulvia zugetragen. Er dringt in den Lidio, wleder zu ihr zu gehen; Lidio verspricht es ihm gartz kaltsinnig; Tannio aber versichert ihn, daß sie sich bald wieder ben ihr einfinden würden. Ruffo geht ab; die andern zwen bleiben, und weil sie bie Samia kommen sehen, so verstecken sie sich, um fie zu behorchen.

Vierter Auftritt.
Samia. Tannio. Der weibliche Lidio.

Samia kommt zum Hause heraus, und redet von dem Zufalle, der dem Lidio begegnet fen. Sie sagt, ihre Frau schicke sie zu dem Schwarzkünstler, und habe ein grosses Geschenck an Silber und Edelgesteinen bereit geleget, welches sie dem Lidio geben wolle, wenn der Geist die Sache wieder gut mache. Hiermit geht sie ab. Tannio aber fagt zu dem Frauenzimmer, fie folle nur wieder hingehen, und schlågt ihr ein Mittel vor, welches sie beruhiget. Santilla billiget es, und verspricht wieder zur Fulvia zurück zu kehren. Sie befiehlt unterdessen dem Tannio, nach Hause zu gehen, und ihr von dem, was daselbst vorfalle, Rachricht zu brin=

glen.

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