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gen. Weil Tannio und Santilla jemand kommen sehen, so gehen sie ab.

Fünfter Auftritt.

Teslenio. : Samia. Es fället eine sehr komische Scene über die Berwandlung des Lidio zwischen ihnen vor. Samia zeigt ihm, was der Schwarzkünstler ihrer Frau schreibe, und daß er ihr verspreche, ibn in seinen ersten Stand wieder zu feßen. Sie geht hierauf in das Haus, der Fulvia eine so gute Nachricht zu bringen. Tefsenio macht feine Betrachtungen über das was er gehört, und weil er es gar nicht glauben kann, so will er feinen Herrn suchen, um davon gewiß zu seyn, Der Aufzug schließt sich.

Fünfter Aufzug.

Erster Auftritt.
Samia. Der weibliche Lidio. Der wahre

Lidio.
Samia kommt mit einem Beutel voll Geld
aus dem Hause, den sie auf Befehl der Fulvia
dem Lidio geben solle. Sie sieht ihn, und
geht ayfihn los, ihm denselben zu geben; weil sie
sich aber auf einmal zwischen benden sieht, so wird ,
sie durch die vollkommne Gleichheit ganz verwirrt
gemacht, und begiebt sich nach einer komischen

Scene

Scene wieder in das Haus, ohne den Beutel weder dem einen noch dem antern zu geben. Der wahre Lidio erstaunt über die Gleichheit seiner selbst, die er an dem andern bemerkt; weil , er aber die Gelegenheit, bey der Fulvia zu fenn, nicht verlieren will, verschiebt er es auf ein ander mal, mit ihm zu reden, und sich nach seinem Stande zu erkundigen, und geht ab, um sich als Frauenzimmer anzukleiden. Der weibliche Lidio sagt, daß dieses der Liebhaber der Fulvia seyn müsse, für den man sie, wegen der grossen Lehnlichkeit, angesehen habe.

Sie wird wegen des langen Uussenbleibens des Tannio ungeduldig, weil sie gern wieder zur Fulvia gehen möchte.

Zweyter Auftritt.
Tessenie. Der weibliche Lidio.

Und ķernach Tannio. Teslenio kommt und sucht seinen Herrn. Er sieht die Santilla, die er für den Lidio hålt, und bemerkt, daß er gebankenvoll auf und nieder gehe.

Er macht verschiedne Betrachtungen, die ihm das, was ihm Samia gesagt hat, glaublich machen. Endlich kört er, daß Lidio sagt, sie sey ein Mädchen und fürchte sich, erkannt que werden. Tessenio ist darüber ganz erstaunt, zeigt sich und hat eine Scene mit ihm, der ihn für seinen Bedienten gar nicht erkennen will. Endlich sagt ihm Teslenio, er misse wohl, daß er ein Frauen:

zimmer fer. Lidio leugnet es, und Tannio kommt dazu, mit welchem er eine sehr zweydeus tige Scene hat. Weil Lidio den Teilenio nicht für seinen Bedienten erkennen will, so wird dieser zornig, und erwehnt alles dessen, was sich mit seiner Familie zu Mudon zugetragen. Der weibliche Lidio und Tannio madjen ben Seite ihre Anmerkungen darüber.

Dritter Auftritt. Der wahre Lidio in frauenzimmer Rleis

dern, und die Vorigen. Der wahre Lidio ruft den Teslenio, wela cher zu ihm fommt und ihn erkennt; und ends lich geht jener mit ihm zu der Fulvia hinein. Der weibliche Lidio und Tannio sprechen mit einander von dem, was sie gehört haben; Ter fenio kommt wieder zu ihnen, und in der Sces ne, tie sie mit einander haben, geht die Erkens nung vor sich.

Vierter Auftritt. Samia, und die Vorigen. Samid kömmt weinend aus dem Hause; TefTenio redet sie an, und ste sagt ihm, daß die Brüder des Calandro die Fulvia mit dem Lidio getroffen, und beybe in ein Zimmer des uns tersten Stockwerks verschlussen hätten. Sie waren hierauf fortgegangen, den Calandro zu suchen,

ihm seine Beschimpfung zu entdecken, und den Lidio vielleicht zu tódten. Fulvia um ihre Ehre zu retten, habe ihr befohlen zu dem Schwarzkünstler zu geben, welcher den Lidio sogleich noch einmal in ein Frauenzimmer verwandeln folle, damit man sie, wenn ihr Mann mit den Brüdern zurück fåmé, unschuldig finden möchte. Samia geht ab, und Teflenio verspricht dem Handel abzuhelffen. Er schlägt dem weiblichen Lidio vor, mit dem Tannio die Kleider zu verwechseln, und mit ihm zu gehen, um seinem Bruder das Leben zu retten. Lidio ist daju bereit, verwechselt die Kleider mit dem Tannio und Teffenio führt ihn in größter Eil gur fulvia. Tannio bleibt allein, und ist über die Gefahr, in der sich Bruder und Schwester bes finden, ganz erschrocken. Er håret sermen und verbirgt sich, um zu sehen, was es giebt.

Fünfter Auftritt.
Der wahre Lidio in den Kleidern

des Tannio.
Lidio kommt in den Kleidern des Tannio
aus dem Hause. Er fagt, Teflenio habe ein
Fenster in dem Zimmer, in welchem er mit der
Fulvia eingeschlossen gewesen, eröfnet, und ei-
Ren jungen Menschen durch das Fenster hinein
springen lassen. Er habe diesen jungen Mens
fchen qusgezogen, und ihn die Weibskleider, die

er

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er angehabt, anziehen lassen, er selbst aber, Li. dio, habe die Kleider des jungen Menschen anziehen müssen. Nach dieser Bertauschung, sen er zu dem Fenster Hinausgesprungen, und, wie es ihm Tesfenio geheissen habe, zum Hause hinausgegangen. Der junge Mensch fey in der Stube geblieben, und Teslenio rede noch mit der Fulvia am Fenster. Er fey sehr begierig zu sehen, wo dieses alles hinaus wolle; und weil er sieht, daß Fulvia an der Hausthåre erscheint, tritt er zurück.

Sechster Auftritt.

Fulvia allein.
Sie kommt an die Hauschüre und wünsche
fic Glück aus einer so grossen Verwirrung ges
rissen zu seyn.

Siebender Auftritt.
Fulvia. Calandro. Die Brüder

der Fulvia.
Calandro lermt wieder seine Frau, und be-
fiehlt seinen Brüdern hinein zu gehen, und zu
reken, was an der Sache sey,

Sie bittet sie felbst herein zu fomnien, und Augenzeugen zu feyn, was für Geduld sie bis auf den heutigen

Tag mit ihrem Manne müsse gehabt haben. Sie gehn alle hinein.

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Achter

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